Fussball: Eltern werden zurückgepfiffen

Mi, 19. Aug. 2015

Randalierende Eltern am Spielfeldrand: Der Innerschweizer Fussballverband will, dass Eltern bei Spielen ihrer Kinder Abstand zum Spielfeld bewahren und dulden keine Beleidigungen mehr. Im Aargau wird das längst praktiziert: Anständiges Verhalten wird vom AFV in dieser Saison besonders gross geschrieben.

 

rc. «Wir dulden keine Beleidigungen mehr gegenüber den Schiedsrichtern», sagte Luigi Ponte, Chef-Schiedsrichter beim Aargauischen Fussballverband anlässlich des Kick-Offs der 2. Liga in Gontenschwil. Will heissen: Es wird mehr gelbe Karten für Beschimpfungen der Schiedsrichter geben. Respekt und Anstand auf, aber auch neben dem Spielfeld: das lernt man als Kind und die Vorbilder sind die Eltern - will man meinen. Schon seit einiger Zeit wird im Aargau praktziert, was der Innerschweizer Fussballverband IFV zu Beginn dieser Woche entschieden hat: Eltern die am Spielfeldrand ausrasten und nicht davor zurück schrecken andere Eltern, den gegnerischen oder gar den eigenen Trainer zu beschimpfen und auch Schiedsrichter und jugendliche Spieler mit Schimpfwörtern einzudecken, werden zurückgepfiffen. Ab sofort dürfen auch im Luzernischen Zuschauer nur noch mit mindestens 3 Meter Abstand zum Spielfeldrand zuschauen. Getestet wurde das Projekt «Eltern weg vom Spielfeldrand» schon im April dieses Jahres. Absprerrbänder und  Markierungen sollen die wütenden Eltern zurückhalten. Wenn nicht wieder Ordnung am Spielfeldrand Einkehr hält, sind Spielabbrüche aufgrund von «Ausschreitungen» an einem E-Junioren-Match damit durchaus mögliche Szenarien.

 

Zeit also, Respekt und Anstand zu lehren - den Kindern und den Eltern.

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