Untereggers doppelter Einsatz

Fr, 10. Nov. 2017

Ein grosses Aufgebot nationaler Prominenz war im Saalbau zu Gast. Christoph Blocher stand am Rednerpult, Busenfreund Christoph Mörgeli sang sich in die Herzen des Publikums. Der Star des Abends war aber Fabian Unteregger selber und das gleich in doppelter Hinsicht.

Von Remo Conoci

Fabian Unteregger, bekannt aus Radio und Fernsehen, nimmt sich in seiner Show sozusagen seine Arbeitskollegen zur Brust und auf die Schippe. Die träge aber bunte Stimmlage eines Sportreporters Bernie Schär, ebenso wie die immer gleichen Dialoge zwischen Kliby und Caroline, «die genau genommen ja eigentlich Monologe sind», scherzte der Stand Up Comedian. Auch Roger Federer und Vujo Gavric kamen durch den Stimmenimitator Unteregger ihr Fett ab – immer auf liebenswürdige Weise. Unter dem Titel «Doktorspiele» erzählt der Zürcher Alltägliches aus der Welt der Gesundheit und entführte die Zuschauer im gut gefüllten Reinacher Saalbau in die Welt der Fantasie und wie es wohl wäre, wenn Sportmoderatoren, Tennisspieler und Politiker selber Ärzte wären.

Ein besonderer Abend

Unteregger brachte seine Abstammung aus dem Kanton Zürich selber zur Sprache – ein Bedürfnis, das offenbar viele Zürcher Comedians haben: zuvor war das schon Stefan Büsser auf gleicher Bühne ein Anliegen. Im Unterschied zu Büsser sind die Witze Untereggers aber weniger «zürcherisch giftig» vorgetragen und dank etwas mehr Requisite, «lebte» es auf der Bühne auch deutlich mehr. Der studierte Humanmediziner zeichnete sich imVerlauf desAbends gleich doppelt menschlich aus: Einerseits mit den niemals wirklich böswilligen Sprüchen, andererseits als Helfer in der Not:Als im Publikum eine Zuschauerin zusammenbrach und sich ihre Sitznachbarn Richtung Bühne meldeten, war es Fabian Unteregger, welcher der Frau zur Hilfe eilte. Ihm assistierte eine im Publikum anwesende Anästhesieschwester und später wurde die Frau durch das ebenso helfende Saalbau-Personal versorgt, bis der Krankenwagen eintraf. Ein bewegender Moment, an einem Abend, an dem viel gelacht wurde – «die beste Medizin», wie Dr. Fabian Unteregger anmerkte. So brachte er einen «besonderen Abend mit besonderen Umständen», wie er sagte, eloquent zu Ende und verabschiedete sich am Ausgang erst noch von jedem einzelnen Zuschauer persönlich per Handschlag.

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