Menziken: Heute ziehen die ersten 15 Asylanten in den «Sternen»

Di, 07. Jul. 2015

Unglaublich: Am Dienstagmorgen, 7. Juli wurde die Gemeinde Menziken informiert, dass noch am gleichen Tag die ersten 15 Asylsuchenden in den «Sternen» einziehen werden. Dies, nur wenige Tage nachdem die Petition Menziken dem Kanton überreicht wurde. Bei den Initianten spricht man von Willkür.

 rc. Die Belegung ist dabei rechtens, wie das Departements Gesundheit und Soziales in einer eiligst versandten Medienmitteilung erklärte. Dies entspräche der Kapazität für Gäste dieses Hotels. Balz Bruder, Sprecher des Departements schiebt dabei den Schwarzen Peter der Gemeinde Menziken zu: Diese habe für die Umnutzung des Hotels in ein Asylzentrum eine Baubewilligung verlangt, gegen die man ankämpfe. Aus diesem Grund habe man das Hotel der heutigen Nutzung entsprchend belegt.

Diese Vorgehensweise erinnert viel mehr an Fünfjährige, die sich im Kindergarten um ein Spielzeug streiten, als an Umgangsformen wie man sie von erwachsenen Personen erwartet. Die Fronten erhärten sich offensichtlich, wobei der Kanton sich in unerwartet forscher Art über die Sorgen seiner Bürger hinwegsetzt. Erst vor wenigen Tagen übergab eine Delegation, angeführt von Christian Schweizer und begleitet von Gemeindeammann Annette Heuberger Regierungsrätin Susanne Hochuli 3479 Unterschriften besorgter Oberwynentaler. Hochuli versicherte sie verstehe die Sorgen und es wäre ihr lieber gewesen, es wäre anders gelaufen. «Wir nehmen diese Petition ernst», sagte Hochuli, doch die jüngste Entscheidung, Asylberwerber quasi durch die Hintertür bereits heute in Menziken einzuquartieren, spricht eine ganz andere Sprache.

 

In einer ersten Reaktion ist auf der Facebook-Seite die Enttäuschung der Petitions-Initiatianten deutlich spürbar, auch von "Willkür" ist die Rede. Weitere Berichte folgen in der gedruckten Ausgabe des Wynentaler Blattes.

 

 

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Kommentare

Ich stimme Herrn Jaggi absolut zu!!!
Ziemlich tendenziös verfasst, dieser Artikel. Das bin ich mir vom Wynentaler Blatt so nicht gewöhnt. Bleibt zu hoffen, dass der Verfasser niemals Hilfe benötigt, so wie die Flüchtlinge. Es ist mir auch ein Rätsel, warum ein Privatbesitzer nicht selber entscheiden darf, wie er seinen Privatbesitz nutzt. Solange er sich an die Regeln hält und niemanden belästigt, sehe ich das Problem nicht. Oder müssen wir uns nun von dieser Zeitung vorschreiben lassen, was wir mit unserem Vermögen anfangen? Vielleicht entscheide ich mich dann, diese Zeitung nicht mehr zu lesen.
R. Jaggi im artikel steht nichts gegen die flüchtlinge. lesen sie richtig oder lesen sie die tierwelt. sie wollen dass der privatbesitzer sein recht haben darf frei zu entscheiden, aber sie nehmen den leuten die sich wehren das recht, sich zu wehren. frau hochuli bricht ihr wort von wegen an die regeln hält. aber sie sehen das problem ja nicht, schön für sie. ich glaube sie sehen die realität nicht gerne und die ist: die politiker machen mit uns was sie wollen. siehe bremgarten.
Realität ist, dass Millionen von Menschen (!) auf der Flucht sind. Wir können uns doch nicht abschotten und keine Hilfe anbieten. Egal, welches Land, welches Volk, welche Kultur, es sind Menschen in grosser Not. Keiner hier, wo noch Frieden ist, kommt einfach daran vorbei. Und ich bin ziemlich sicher, dass niemand seine Heimat verlässt, wenn es auch nur ein Spürchen Hoffnung gibt. Es kommt niemand als Flüchtling hier her, einfach zum Spass oder weil er denkt, er verdiene hier mehr. Das glaube ich nicht!
H. Müller, Sie können scheinbar auch nicht richtig lesen. Ich 'nehme' niemandem das Recht, sich zu wehren. Jeder darf sich wehren, das ist für mich kein Problem. Allerdings erwarte ich vom Wynentaler Blatt eine differenziertere Berichterstattung. Schliesslich ist der WB nicht der Blick. Wahrscheinlich ist es eher so, dass Sie die Realität nicht sehen. 60 Mio. Menschen sind momentan aus verschiedenen Gründen auf der Flucht. Diese Menschen brauchen Hilfe. Ein Mitglied der Gemeinde Menziken hat sich entschlossen, diesen hilfsbedürftigen Wohnraum anzubieten. Sie wehren sich dagegen, das ist in Ordnung. Aber die Berichterstattung dürfte etwas sachlicher und neutraler sein. Wie gesagt, es bleibt zu hoffen, dass Sie alle künftig nie auf derartige Hilfe angewiesen sein werden. Bald kommen die Flüchtlinge aus Griechenland. Sehen Sie der Realität ins Auge, wir werden unser Land dank der EU-Diktatur bald verlieren. Da kann kein Flüchtling etwas dafür. Die Schuldigen sitzen in Brüssel und in Washington DC.
Lieber R. Jaggi dass sie hier den (immer noch) Besitzer vom Sternen HR. Marti (SVP) als "Wohltäter" darstellen ist wohl etwas übertrieben. Es geht hierbei vielmehr darum dass das Hotel nicht mehr rentierte kein Käufer gefunden wurde und sich der Kanton anbot als Mieter. Wie die Sendung "Kassensturz" (SRF) berichtete werden oft solche Wohnungen\ Zimmer zu horrenden Preisen vermietete. Und dass die Bürger bei diesem Asyl Vorgehen von Anfang übergangen wurden ist ein offenes Geheimnis.
Herr W. Jaggi, Sie haben wohl vergessen, dass Herr Marti nach seiner Ankündigung aus der SVP austreten musste, oder vielleicht sind Sie einfach sehr schlecht informiert. Was spricht denn in unserem kapitalistischen System dagegen, dass einer möglichst viel aus seiner Immobilie herausholt? Ich würde mal sagen, die Gemeinde Menziken hat grundsätzlich verschlafen, sonst würde das Hotel noch laufen. Aber weshalb sollte man denn in Menziken übernachten? Als Fremder ist man ja offenbar nicht willkommen. Flüchtlinge/Asylanten sind Menschen in grosser Not, in sehr grosser Not. Die wohlständigen Schweizer können sich das gar nicht mehr vorstellen. Aber, wer weiss, dereinst müssen wir vielleicht auch flüchten und sind froh, wenn wir irgendwo Unterschlupf finden. Nicht vergessen, vor ein paar Jahrzehnten haben auch Schweizer als Wirtschaftsflüchtlinge ihre Heimat verlassen. Sie haben sogar vom Staat Geld dafür bekommen, dass sie gehen. Andere Länder haben diese Schweizer aufgenommen, ohne grosse Vorbehalte. Dieses Recht muss in unserer Welt allen Menschen zu stehen. Alle Menschen sind gleich viel Wert. Was Sie aber grundsätzlich nicht verstanden haben, W. Jaggi, ist die Tatsache, dass eine Zeitung neutral über solche Vorfälle berichten sollte, statt Hass und Fremdenfeindlichkeit zu schüren. Und das war eigentlich die Aussage meines Kommentars.
Lieber R.Jaggi, vielleicht sollten sie (regionale) Politik und Humanität etwas auseinander halten. Es gibt zwei Probleme 1. das politische (Schweizer) 2. das humanitäre (Asylanten) Im humanitären bin ich absolut Ihrer Meinung, die Schweiz muss den Hilfe suchenden Hand bieten, aber die Frage ist wie. Die Schweizer Bürger dürfen dabei nicht übergangen werden und dies ist vom Kanton bereits 2 mal geschehen =1.Desinformation 2. Termin nicht eingehalten. Dafür sollten wir Bürger uns auch wehren, was auch das WB tut. Überigens die Gemeinden haben auch nur begrenzte Mittel um eine Liegenschaft zu retten, daran sind schon einige gescheitert siehe: Beinwil a.S. (Löwen), - Luzern (Gütsch) - Olten (Sälischlössli) usw.

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