Stephan Keller ist neuer FCA-Trainer

Do, 16. Jul. 2020
«Ich passe in keine Schublade, ich bringe den ganzen Schrank mit», Stephan Keller will mit dem FCA seine Ideen und Philosophien umsetzen. (Bild: rc.)

Der FC Aarau befindet sich in einer Umbruchphase. Dabei ist die Trennung von Cheftrainer Patrick Rahmen nur ein weiterer Schritt, der den FCA in erfolgreiche Bahnen bringen soll. Mit Stephan Keller steht nun ein Trainer an der Seitenlinie, der die Jugend fördern wird.

rc. Zuletzt war es ein Auf und Ab. Nach dem heldenhaften 5:4-Erfolg gegen Leader Lausanne folgte eine peinliche 1:4-Niederlage beim ersatzgeschwächten SC Kriens. Die Verantwortlichen beim FC Aarau zogen danach die Reissleine und stellten den erfolglosen Trainer früher frei als geplant. «Wir haben schon seit einiger Zeit Gespräche mit Stephan Keller im Hinblick auf die neue Saison geführt, worüber auch Patrick Rahmen informiert war», erklärte Sportchef Sandro Burki an der kurzfristig einberufenen Medienkonferenz. Man sei sich weitgehend einig gewesen; der Wechsel findet nun einfach früher statt.

Schon 2004 beim FCA

An der Seitenlinie steht damit ein alter Bekannter: Der 41-jährige Stephan Keller war bereits als Spieler (2004) sowie in den letzten drei Jahren als Assistenztrainer im Brügglifeld aktiv. Zudem führte er das FCA-Fanionteam in der Saison 2017/18 bereits während elf Spielen als Interimstrainer. Indem Burki ergänzt, Keller sei ein akribischer Arbeiter, «der es gewohnt ist mit jungen Talenten zusammenzuarbeiten», unterstreicht der Sportchef die neue Club-Philosophie, wonach eine junge Mannschaft aufgebaut werden soll. Keller sagt, in den verbleibenden Spielern dieser Saison geht es vorerst noch darum «gewisse Strömungen zu beheben, welche aktuell vielleicht in eine falsche Richtung gehen.» Auch FCA-Präsident Philipp Bonorand ist überzeugt vom neuen Trainer: «Wir wollen längerfristig etwas aufbauen und nicht nur von Saison zu Saison schauen. Natürlich haben wir uns ausgetauscht, ob es der richtige Zeitpunkt für die Amtsübernahme ist, aber im Vordergrund stehen für uns die langfristigen Ziele.»

Bei diesen langfristigen Zielen ist die Handschrift Bonorands gut zu erkennen: Das Jahr 2020 brachte dem FC Aarau nicht nur ihn als neuen Präsidenten, sondern auch einen neuen Geschäftsführer und jetzt eben einen neuen Trainer. Bald werden die Spieler-Verträge ausgehandelt, wobei die Verträge von François Affolter, Giuseppe Leo, Damir Mehidic und Marco Schneuwly auslaufen. Markus Neumayr hat den Club letzte Woche bereits verlassen.

Mutiger Auftritt in Vaduz

Kellers erstes Spiel endete am letzten Wochenende vorerst mit einer Heimniederlage gegen einen sehr defensiven FC Winterthur. Am Dienstag folgte die Reise ins Ländle nach Vaduz. Hier war das Wirken des neuen Trainers bereits deutlich spürbar. Der mutige Auftritt seiner Mannschaft reichte zwar «nur» für ein 1:1-Unentschieden. Viel wichtiger war aber die Erkenntnis, dass im Aarauer Team sehr viel Potential steckt.

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