Zweiter Sieg im zweiten Spiel

So, 27. Sep. 2020
Red Lions Reinach in voller Fahrt: Doppeltorschütze Florian Huber ist schneller am Puck, Justin Salamin von den Pikes Oberthurgau hat das Nachsehen. (Bild: Remo Conoci)

Mit dem Siegtreffer in der Overtime bewahren die Red Lions Reinach ihre Ungeschlagenheit und grüssen nun vom vierten Zwischenrang. Trotz des überraschend guten Saisonstarts lautet für Cheftrainer Raphael Zahner das Ziel weiterhin «Playoffs».

Red Lions Reinach – PIKES EHC Oberthurgau 3:2 n.V. (1:1, 1:1, 0:0, 1:0)

rc. Im Spiel Red Lions Reinach gegen PIKES EHC Oberthurgau standen sich zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber. Von Anfang an entwickelte sich auf dem Eis ein munteres Hin und Her und nur die Strafen führten zu sichtbaren Vorteilen. So zum Beispiel ab 6:23, als die Red Lions eine Minute lang in doppelter Überzahl agieren konnten. Captain Simon Schnyder versuchte sein Glück mehrmals von der blauen Linie, ehe ein Abpraller im Gewühl vor dem Kasten wohl zuletzt von Florian Huber ins Tor gewischt wurde. Eine Führung, die aber nur bis zur nächsten kleinen Strafe, dreieinhalb Minuten später Bestand hatte. Als Jan Vogt auf Reinacher Seite die Bank drückte, stand erneut Florian Huber im Zentrum des Geschehens. Sein Befreiungsschlag wurde von Marcel Huber abgefangen, dieser fand den freistehenden Dimitri Malgin vor dem Tor – 1:1 nach 11 Minuten.

Parallelen im zweiten Drittel
Auch die beiden Tore im Mitteldrittel konnten während jeweils numerischer Überzahl notiert werden, die Torschützen blieben mit Dimitri Malgin und Florian Huber die gleichen und zwischen Führungstreffer und Ausgleich vergingen wiederum dreieinhalb Minuten.

Diesmal gingen aber die Gäste in Führung, wobei selbst der Schiedsrichter die Übersicht kurz verlor, wann genau der Puck im Tor landete. Der Schuss von Malgin prallte hinter dem Tor von der Bande zurück und fand wohl via Schlittschuh von Lions-Hüter Adrian Kunz den Weg ins Tor. Unbestritten dann aber der 2:2-Ausgleich: Glody Bonga-Bonga spielte die Scheibe herrlich in den Lauf von Florian Huber, der keine Mühe bekundete Michal Chmel im gegnerischen Tor zu bezwingen.

Kurz darauf stand erneut ein Pikes-Torhüter im Fokus, nämlich Ersatzmann Raphael Imhof. Dieser bemerkte, dass auf der Matchuhr statt einer 2-Minuten-Strafe eine 10-Minuten-Strafe herunterlief und warf deshalb schmollend einen Handschuh aufs Eis, was eine Spieldauerdisziplinarstrasse nach sich zog. Tore fielen in dieser hektischen Phase keine mehr. Vielmehr waren nun die Stadion-Techniker gefragt, die nacheinander Bande und Torverankerung flicken mussten – 45 Minuten dauerte somit das Mitteldrittel. Ein Glück, passierte im Schlussdrittel nichts Dramatisches mehr.

Entschieden wurde die ausgeglichene Partie nämlich erst in der Overtime, als Simon Schnyder und Andrej Maraffio allen entwischten und Letzterer den Siegtreffer markierte. Chefcoach Raphael Zahner freute sich nach dem Spiel über den guten Start in die Saison, sagte aber auch: «Wir müssen weiterziehen, sonst nützt das nichts. Es war ein Fight auf dem Eis und viele Spiele werden so sein. Die Pikes haben verdient einen Punkt mitgenommen und für uns bleibt das Ziel ‹Playoffs› bestehen.»

Der Teamgeist und die Emotionen auf dem Eis hätten gestimmt, fügte «Zasi» weiter an, sieht aber auch Verbesserungspotential: «Es ist ok, wie wir im Powerplay spielen, aber es gibt noch zu wenig Abschlüsse auf das Tor, gerade bei doppelter Überzahl. Wir müssen nicht die zu schönen Tore machen wollen.»

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