Präzise – sauber – schnell – beeindruckend
11.09.2018 Firmen, LeimbachDer Tag der offenen Türe zum 25-Jahre-Jubiläum der Rofam Laser-Technik in Leimbach stiess auf grosse Resonanz. Zahlreiche Interessierte informierten sich über die Möglichkeiten des leistungsstarken Lichtstrahls, der im Unternehmen von Rolf Merz zum Beschriften und ...
Der Tag der offenen Türe zum 25-Jahre-Jubiläum der Rofam Laser-Technik in Leimbach stiess auf grosse Resonanz. Zahlreiche Interessierte informierten sich über die Möglichkeiten des leistungsstarken Lichtstrahls, der im Unternehmen von Rolf Merz zum Beschriften und Schweissen eingesetzt wird und zwar jeweils in einer Qualität, die schweizweit als Messlatte gilt.
mars. «Laser ist die genialste Erfindung seit der Erfindung des Rades», sagt Rolf Merz, der die Rofam vor 25 Jahren gegründet hat. Der Laserstrahl nutzt sich nicht ab und bleibt vom ersten bis zum letzten Werkstück gleich scharf, er arbeitet sauber und ist umweltfreundlich, dies nur einige von weiteren Vorteilen, die Merz zu dieser Überzeugung bringen. Rofam machte sich erst als Beschrifter von Werkstücken und Etiketten einen Namen, vor zehn Jahren begann man auch mit Laser zu schweissen. Das entstand aus einem Bedürfnis heraus, den Kunden beides aus einer Hand anbieten zu können, denn man ist stark im Medizinalsektor verankert und bei chirurgischen Instrumenten, Implantaten und Bauteile von Geräten muss meist sowohl geschweisst wie auch beschriftet werden. So sorgt eine unverwüstlich aufgebrachte Datamatrix – optisch einem QR-Code ähnlich – für die lückenlose Rückverfolgbarkeit des Produkts. Rofam ist eine von zwei Firmen in der Schweiz, welche dafür zertifiziert ist.
Im Betrieb sind ein Dutzend Laser-Maschinen im Einsatz, die alle für die Bedürfnisse des kleinen, feinen Leimbacher Industriebetriebes mit seinen zwölf Mitarbeitern optimiert sind. Die Haltevorrichtungen für die Werkstücke und die Programmierung des Computers, der den Laserstrahl führt, macht man selber.
Laser-Marktführer
Über die Jahre wurde man zum Marktführer in der Schweiz. Kunden schätzen das grosse Knowhow und die Breite der Möglichkeiten. Man steht deshalb immer wieder mit dem Paul-Scherrer-Institut, der EMPA und den Universitäten Bern, Zürich oder Luzern in Kontakt. Inzwischen hat sich auch die Erkenntnis verbreitet, dass wenn eine Aufgabenstellung in Leimbach nicht gelöst werden kann, diese als unlösbar qualifiziert werden muss. Obwohl die Rofam «nur» den Schweizer Markt beliefert, finden sich Bauteile auf der ganzen Welt. Unter den Kunden gibt es diverse multinationale Unternehmen, welche weltweit tätig sind. Speziell kann man hier ein Unterwassernavigationssystem für Bohrinseln erwähnen, das in Leimbach verschweisst wurde oder Teile des Satelliten Pathfinder, die man gelasert hat. Man war auch beim Weltrekord des «Formula Student Teams des Akademischen Motorsportvereins Zürich» (AMZ) beteiligt. Für den Elektrorenner, der in atemberaubenden 1,513 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, hat man die Batterien geschweisst. Die selbe Arbeit führte man auch für das Team der Uni Zürich, welches am Hyperloop-Wettbewerb des Tesla-Chefs Elon Musks teilnimmt, aus. Im Hyperloop sollen Kapseln in einer Vakuumröhre mit bis zu 1200 km/h von Stadt zu Stadt geschossen werden – ein mögliches Transportmittel der Zukunft.
Apropos Zukunft: Man beschäftigt sich nicht nur mit den technischen Möglichkeiten der Zukunft, sondern auch mit jener der Firma. So hat man die Nachfolge bereits geregelt: Sobald sich Rolf Merz im Jahr 2020 in den Ruhestand begibt, übernimmt sein Sohn Andreas die Leitung der Firma. Der Senior-Chef wird natürlich weiterhin beratend zur Verfügung stehen. Auch sein «Hobby» wird er weiterhin pflegen. Sprich, er wird seine Tochter Sandy, die mit ihrem Partner Jonny Bolliger in Reinach das Outdoor-Sportgeschäft «District 12» betreibt, unterstützen.




