Jakob Furrer ist erst im August vergangenen Jahres nach Böju gezogen. «Schreiben Sie doch Köbi», bittet er die Redakteurin, «mich kennt keiner als Jakob.» Auch Namen haben einen Klang.
Aufgewachsen in Beinwil im Freiamt fing Köbi Furrer in ...
Jakob Furrer ist erst im August vergangenen Jahres nach Böju gezogen. «Schreiben Sie doch Köbi», bittet er die Redakteurin, «mich kennt keiner als Jakob.» Auch Namen haben einen Klang.
Aufgewachsen in Beinwil im Freiamt fing Köbi Furrer in der Oberstufe mit dem Flügelhorn an. Es folgten Euphonium und Posaune, bevor er Mitte der 90er Jahre begann, Dirigentenkurse zu belegen. Auf die Frage, wie er zur Blasmusik gekommen sei, antwortet er: «Die Musik gehört einfach zu mir.» Dirigent sei er hauptsächlich aus Neugier geworden. «Noten zum Leben erwecken – nicht ausschliesslich mit dem eigenen Instrument, sondern mit dem Facettenreichtum eines Orchesters.» Er hält einen Moment inne, bevor er mit einem Lächeln auf den Lippen hinzufügt: «Das sind so viele Möglichkeiten.»
Egal wo es Köbi Furrer im Verlauf seines Lebens hinzog, ob nach Suhr, Unterkulm oder S-chanf im Engadin, er machte überall Musik. «Und jetzt Böju.» Köbi Furrer wollte eigentlich einfach mal am Adventskonzert der Musikgesellschaft mitspielen. Es gefiel ihm und er kam mit Präsident Werner Spring ins Gespräch. «Nach acht Jahren, während denen ich mich auf mein eigenes Spiel konzentriert und nicht dirigiert habe, ist es jetzt am 9. Februar nicht nur für die MG sondern auch für mich ein Neubeginn.»
Hat er sich ein Ziel gesetzt? «Das kommt vielleicht darauf an, was man sich unter einem Ziel vorstellt. Ich wünsche mir, dass die Musiker gerne zur Probe kommen. Dass es sie trotz Stress im Alltag hinzieht, sie später zufrieden nach Hause gehen, weil wir zusammen etwas erarbeitet haben.»
Vertrauen
Der erste gemeinsame Anlass wird das Frühschoppenkonzert am 7. Juni sein. Hat er eigentlich Lampenfieber? «Ganz am Anfang, wenn ich ein Solo im Programm hatte.» Als Dirigent habe er vielleicht mal kurz vor dem Auftritt ein paar «schwache» Minuten gehabt. Köbi Furrer lächelt: «Aber man muss auch Vertrauen in seine Musikerinnen und Musiker haben. Als Orchester ist man ein Team, jeder zählt, jeder kann etwas bewirken und alle freuen sich, wenn es klingt.»
Graziella Jämsä
Wer mehr über die Musikgesellschaft Beinwil am See wissen möchte, kann sich per Mail an Präsident Werner Spring wenden (wesprin@bluewin.ch)