In den vergangenen Tagen wurde in den Oberkulmer Waldungen der abschliessende Kurs der angehenden Forstwarte EFZ durchgeführt. Förster Urs Wunderlin betreute drei Anwärter durch den von «Wald Schweiz» organisierten Lehrgang.
P.Te. Sicherheit und ...
In den vergangenen Tagen wurde in den Oberkulmer Waldungen der abschliessende Kurs der angehenden Forstwarte EFZ durchgeführt. Förster Urs Wunderlin betreute drei Anwärter durch den von «Wald Schweiz» organisierten Lehrgang.
P.Te. Sicherheit und Arbeitstechnik heissen die Hauptthemen im zweiwöchigen «Holzerkurs». Dies klingt im ersten Moment zwar theoretisch, beinhaltet aber zumeist praktische Übungen und Arbeitsweisen im Wald. «Den angehenden Forstwarten EFZ wird in diesem Kurs der letzte Schliff vor den Prüfungen vermittelt», erklärt Förster Urs Wunderlin die Lernziele. «Bereits im kommenden Februar werden Andreas Herzig aus Unterentfelden, Matthias Haller aus Gränichen und Matthias Pfulg aus Staufen ihre Abschlussprüfungen absolvieren.Themen wie die absolute Einhaltung der Sicherheitsregeln und Vorschriften, die Baumbeurteilung sowie das korrekte Einschätzen von Fällschneisen und der Fällrichtung sowie das Verhindern von Bestandes- und Bodenschäden sind nur einige Themen dieses intensiven Kurses mit Vorbildfunktion», hält der Oberkulmer Förster fest.
Gearbeitet wird in diesen von Wald Schweiz organisierten Kursen in einer Dreiergruppe. Die kleine Gruppengrösse garantiert einen optimalen Lerneffekt und damit auch eine hervorragende Vorbereitung für die bevorstehenden Prüfungen.
Ein 40-Meter-Baum wird gefällt
Eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe hatten die drei Lehrlinge am Montag zu meistern. Ein rund 40 Meter hoher Baum musste in recht steilem Gelände im Gebiet Hohe Felsen gefällt werden. «Es ist wichtig, dass der Baumbestand im Wald möglichst gerade steht», erklärte Urs Wunderlin die Gründe für den Fällentscheid «und dieser Baum ist mit seiner Rücklage eine Gefährdung, wenn er im Winter zusätzlich mit dem Gewicht von Schnee und Eis belastet wird». So wurde der Stamm dann vorschriftsmässig zur Fällung vorbereitet und gesichert, um schliesslich wie geplant aber mit eindrucksvoller Wucht auf dem Waldboden aufzuprallen. Nach einer kurzen Beurteilung und Besprechung am Baumstrunk hiess es für die drei Lehrlinge, den Baum für den Abtransport vorzubereiten und in diesem Falle in mehrere Teilstücke zu zerlegen. «Es kommt ganz schön viel Holz zusammen», stellte Urs Wunderlin mit dem Blick auf einen Teil des Tagewerkes am Wegesrand fest «und bis am Abend kommt da mit dem gefällten Baum noch einiges dazu».
Wichtige Nachwuchsförderung
Den drei Lehrlingen werden die Stunden im Oberkulmer Wald als intensive, aber lehrreiche Zeit in Erinnerung bleiben. Seit Jahren werden die Kurse bereits durchgeführt und sind ein wichtiger Teil der Nachwuchsförderung im Forstbereich.