Seit drei Jahren spielen die Musizierenden der Musikgesellschaft Staffelbach unter der Direktion des überaus temperamentvollen Giuseppe Di Simone. Auch dieses Jahr wurde wieder ein Musiktheater geboten, diesmal mit Unterstützung der schweizweit bekannten ...
Seit drei Jahren spielen die Musizierenden der Musikgesellschaft Staffelbach unter der Direktion des überaus temperamentvollen Giuseppe Di Simone. Auch dieses Jahr wurde wieder ein Musiktheater geboten, diesmal mit Unterstützung der schweizweit bekannten «Trauffer»-Sängerin Monika Schär, aufgewachsen auf dem Wiliberg.
st. Früher war der Unterhaltungsabend der Musikgesellschaft Staffelbach in der ganzen Region bekannt wegen seiner tollen Theatertruppe, aber das Dorftheater kam langsam aus der Mode – die Theatertruppe hingegen blieb zum Teil erhalten. Und so wurde in Staffelbach der Weg des Musiktheaters eingeschlagen, dieses Jahr unter dem Motto «Alice», basierend auf dem bekannten Song «Living next door to Alice». Der Bühnenaufbau war entsprechend ländlich mit einem grossen Haus, das eine WG zuliess, mit Sicht auf das Alpenpanorama. Zu den Musikstücken lieferten die Theaterleute die entsprechende Handlung auf der Bühne, wobei «Alice» nichts anderes tun musste, als anmutig zu flanieren und strahlend zu lächeln, zur Freude von Hans Bünzli und zum Ärger seiner Frau Therese. Mit Spannung erwartet wurde eine weitere WG-Bewohnerin, nämlich Monika Schär. Sie meldete sich vorerst aus einer Traumwelt und dem «Träumli» der Boss-Buebe.
Originelles Programm
Das musikalische Programm wurde auf MoniMoni und die Theaterleute abgestimmt, die Musizierenden leisteten ganze Arbeit. Monika Schär präsentierte sich sowohl auf der Bühne als auch mitten im Publikum sowie ganz nah bei der Musik. Für das Publikum bestand die Schwierigkeit darin, dass sich die Sängerin und der Dirigent gegenseitig die Show nahmen. Beide sprühen vor Temperament und sind mit dem ganzen Körper dabei. Selten lebt ein Dirigent die Musik auf solch temperamentvolle Art und Weise wie «Giusi». Entsprechend folgen ihm die Spieler auf jede seiner Gesten spontan und mit viel Spielfreude. Es blieb dem Publikum überlassen, ob es die Performance der Sängerin beobachtet oder das unwahrscheinliche Händespiel des Dirigenten verfolgen wollte. Monika Schär ihrerseits bot ein grosses Spektrum an Können, wobei «Mys Plätzli» mit den wunderbaren Jodeleinlagen für Gänsehaut und gar für Freudentränchen zu sorgen vermochte.
Achermaa Brünu – ab uf d’Bühni!
Mitten in die Begeisterung, die das Musiktheater hervorrief, holte Marianne Haller Bruno Achermann auf die Bühne. Er spielt seit 35 Jahren aktiv mit und wurde für diesen langen Einsatz entsprechend geehrt.