Seit gut einem Monat ist auf dem Dach des Alterszentrums Mittleres Wynental in Oberkulm eine Solaranlage in Betrieb. Laut Berechnungen vermag sie gegen einen Fünftel des jährlichen Strombedarfs des Betriebs von rund 380’000 Kilowattstunden zu decken.
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Seit gut einem Monat ist auf dem Dach des Alterszentrums Mittleres Wynental in Oberkulm eine Solaranlage in Betrieb. Laut Berechnungen vermag sie gegen einen Fünftel des jährlichen Strombedarfs des Betriebs von rund 380’000 Kilowattstunden zu decken.
mars. Zwar war das Flachdach des Alterszentrums Mittleres Wynental auch nach 41 Jahren noch keineswegs undicht. Wenn das geschieht, wäre es aber auch zu spät und so war schon länger klar, dass man «etwas machen muss», wie Zentrumsleiter Jakob Faes festhält. So schritt man denn im vergangen Sommer zur Tat. Das Dach sollte aber nicht nur saniert werden, durch dessen 740 Quadratmeter grosse Fläche und die ideale Ausrichtung ist es geradezu prädestiniert für eine Photovoltaik Anlage. Das hatte man schon früher festgestellt. Weshalb dort bereits vor Jahren Solarpanels zur Warmwasseraufbereitung installiert worden waren. Sie waren inzwischen genauso in die Jahre gekommen wie der ganze Dachaufbau. Alles wurde deshalb demontiert und komplett erneuert. Eine neue Bitumenschicht zur Abdichtung gegen Wasser, eine doppellagige Wärmedämmung und – eben – 190 Solarmodule mit einer Leistung von 58’800 Kilowattstunden Elektrizität im Jahr. «Dadurch können wir 16 bis 18 Prozent unseres Strombedarfs decken», freut sich Faes. Diese Zahlen stammen aus einer Berechnung, wie sich das in der Stromrechnung niederschlägt, wird sich über die nächsten Jahre zeigen. «Sie sollte in acht bis zehn Jahren amortisiert sein», so Faes weiter. Natürlich ist die Leistung von der Sonneneinstrahlung abhängig. Sie produzierte aber am vergangenen Dienstag am Morgen um 9 Uhr sogar bei bedecktem Himmel und etwas Nebel Strom – 2,67 Kilowattstunden. Die Einspeisung ins hauseigene Stromnetz war laut Faes erstaunlich unkompliziert und im Wesentlichen mit der Montage von zwei Gleichrichtern erledigt. Weil im Alterszentrum 24-Stunden-Betrieb herrscht und nicht nur in der Küche oder der Wäscherei Strom verbraucht wird sondern, rund um die Uhr für Licht in Aufenthaltsräumen und Zimmern oder für die Computer war die Investition in erneuerbare Energie erst recht sinnvoll und nicht lediglich eine für das gute Gewissen.
Daneben macht auch die dickere Wärmedämmung das AZO umweltfreundlicher. Diese wird sich positiv auf den Ölverbrauch der Heizung auswirken und damit ebenfalls auf die Betriebskosten.