Lidl eröffnet in Reinach seine 150. Filiale
28.01.2021 ReinachIm Reinacher Moos eröffnet Lidl heute eine neue Filiale. Auf rund 1000 Quadratmetern werden 2000 Produkte angeboten. Der Neubau im Moos hat 7 Millionen Franken gekostet und bringt 25 Arbeitsplätze in die Region. Das Wynentaler Blatt konnte schon vor der Eröffnung einen ...
Im Reinacher Moos eröffnet Lidl heute eine neue Filiale. Auf rund 1000 Quadratmetern werden 2000 Produkte angeboten. Der Neubau im Moos hat 7 Millionen Franken gekostet und bringt 25 Arbeitsplätze in die Region. Das Wynentaler Blatt konnte schon vor der Eröffnung einen Blick ins Innere werfen.
rc. Reinach hat als Zentrumsgemeinde alles zu bieten, was man im Leben braucht. Neu dazu gekommen ist ab sofort eine Filiale des deutschen Discounters Lidl. Es ist die 15. Filiale im Kanton Aargau und die 150. in der Schweiz. «Wie jeder bestehende Markt bieten wir frische Produkte und ein tolles Sortiment an», hält Filialleiter Sedat Kabatas auf die Frage fest, was denn die Besonderheit der Reinacher Filiale sei. Man wolle vor allem mit einem frischen Sortiment punkten.
Schlichte Eröffnungszeremonie
Zur heutigen Eröffnung gibt es keine besonderen Aktionen, Geschenke oder Rabatte − nur ein Band wird durchgeschnitten. Ein grosses Fest lassen die Corona-Massnahmen nicht zu. Das Wynentaler Blatt hatte am Tag vor der Eröffnung jedoch die Gelegenheit, sich alles zeigen zu lassen. Während dem Rundgang an der Aarauerstrasse 52 wird klar, dass die Filiale einem veränderten Konzept folgt, das Lidl vor ein paar Jahren eingeführt hat: im Eingangsbereich werden die Kunden mit einer hellen Frische-Abteilung begrüsst, die im Stil eines Marktes gestaltet ist. Neben einem reichhaltigen Gemüse-Angebot gibt es Früchte, Fleisch und frisches Brot.
Grosse Wägeli-Freiheit
Wer wie «früher» überfüllte Gestelle und enge Gänge erwartet, wird im Lidl eines Besseren belehrt: Die gut 1000 Quadratmeter grosse Verkaufsfläche bietet nicht nur Platz für 2000 Artikel, sondern eine grosse Wägeli-Freiheit – bestimmt nicht das Verkehrteste zu Corona-Zeiten «Diese Art ‹Future Store› entspreche einem wichtigen Kundenwunsch», erklärt dazu Firmensprecherin Corina Milz während des Rundgangs. «Der Raum ist hoch und einladend, die Gestelle aber übersichtlich und auch für kleinere Personen gut erreichbar. Auch an den Kassen gibt es genug Platz und die Corona-Schutzeinrichtungen konnten fix verbaut werden.» Man verzichte ausserdem darauf, teurere Artikel auf Augenhöhe und die günstigeren Varianten weiter unten zu platzieren. Gibt es von einem Produkt mehrere Marken, findet man diese nebeneinander und kann sich so einfacher entscheiden.» Auch vor dem Gebäude hat es genug Platz: hier stehen 75 Gratis-Parkplätze zur Verfügung, einschliesslich einer Ladestation für Elektro-Autos, an der das Fahrzeug während dem Einkauf kostenlos aufgeladen werden kann.
25 neue Arbeitsplätze
Der Neubau im Reinacher Moos hat 7 Millionen Franken verschlungen, das Land auf dem er steht ist gepachtet. 25 Arbeitsplätze hat der Discounter in Reinach geschaffen. Aldi und Landi haben die Peripherie schon zuvor als geeigneten Standort für grossflächige Lebensmittelläden für sich entdeckt; die neue Einkaufsmöglichkeit passt demnach bestens ins Gefüge der bestehenden Läden am nördlichen Eingangstor zu Reinach. Wie kam es für Lidl zu dieser Standortwahl? «In dieser Region gab es bisher schlicht keine Filiale», hält Corina Milz dazu fest. «Wir freuen uns tatsächlich sehr, im Dorf präsent zu sein.» Reinach sei als Zentrumsgemeinde ideal für einen Standort und man habe die Lücke im Filialnetz endlich schliessen können. Das Gebäude, in dem die neue Lidl-Filiale untergebracht ist, entspricht neuesten Baustandards. Um den Stromverbrauch zu reduzieren, wird alles mit LED-Lampen beleuchtet. Das Herzstück ist eine moderne und effiziente Heizungs-, Lüftungsund Klimaanlage. «Wir setzen natürliche Kältemittel für die gewerbliche Kälteerzeugung ein», erklärte Corina Milz abschliessend.
Keine Gestelle abgesperrt
Weltweit betreibt Lidl ein Netz von bald 11’000 Läden. Das Unternehmen zählt zur Schwarz Gruppe, zu der auch das unter Einkaufs-Touristen bekannte «Kaufland» im süddeutschen Raum gehört. Was das Preissegment angeht, spricht die Lidl-Sprecherin von einem «konkurrenzfähigen Angebot». Lidl hat neben Eigenmarken auch viele Markenprodukte im Sortiment. Frische Produkte kommen zu einem grossen Teil aus der Schweiz. Lidl hat sich vorgenommen, der günstigste Anbieter zu sein; die Kunden können dabei von Anfang an aus dem Vollen schöpfen: Die Artikel, die während des Lockdowns nicht angeboten werden dürfen, hat man in der Reinacher Filiale vorerst gar nicht eingeräumt. Rotweisse Absperrbänder, die das Zugreifen untersagen, gibt es demnach keine.



