Seit 13. September gilt die Zertifikatspflicht. Dazu habe ich verschiedene Zahlen analysiert: Anzahl Geimpfte (doppelt geimpft) gemäss BAG per 19. November 2021 65 Prozent; Anzahl Genesene gemäss Epidemiologe Christian Althaus, Universität Bern, 5 Prozent bis eher 10 Prozent der ...
Seit 13. September gilt die Zertifikatspflicht. Dazu habe ich verschiedene Zahlen analysiert: Anzahl Geimpfte (doppelt geimpft) gemäss BAG per 19. November 2021 65 Prozent; Anzahl Genesene gemäss Epidemiologe Christian Althaus, Universität Bern, 5 Prozent bis eher 10 Prozent der Bevölkerung. Als drittes haben wir eine steigende Anzahl von Menschen, welche aufgrund eines Antikörpertests gegen Covid-19 immun ist. Auch der Bundesrat anerkennt: «Natürliche Immunität schützt besser als die Impfung». Schliesslich kommt eine Anzahl Jugendlicher hinzu, welche das Infektionsgeschehen nachweislich kaum beeinflusst. Mir scheint, dass die angestrebte Herdenimmunität nun erreicht ist. Schlussendlich bleibt noch eine Dunkelziffer, die nicht genau eruiert werden kann. Dieser Teil der Bevölkerung, welcher weder geimpft noch genesen noch nachweislich genügend Antikörper hat, soll der Grund für eine befürchtete Überlastung der Spitäler sein. Interessanterweise steigen seit Einführung der Zertifikatspflicht sowohl die Fallzahlen als auch die Spitaleintritte. Die Zertifikatspflicht hat also keine Beruhigung der Situation gebracht. Die Ursache muss woanders liegen. Blicke ich auf mein nächstes Umfeld, mehren sich Mitteilungen von geimpften Bekannten, welche mit teilweise gravierenden Impfnebenwirkungen zu kämpfen haben, die kurz nach ihrer ersten oder zweiten Impfung aufgetreten sind. Einige von ihnen mussten hospitalisiert werden. Wie das Robert-Koch-Institut als auch der Bundesrat kürzlich mitgeteilt haben, können Geimpfte sowohl angesteckt werden als auch das Virus weitergeben. Deshalb werde ich Nein stimmen zum verschärften Covid-Gesetz. Im Weiteren ist zu berücksichtigen, dass in den letzten zwei Jahren viele Intensiv-Betten abgebaut und Spitäler geschlossen wurden. Das Hauptproblem ist jedoch beim Mangel an Pflegepersonal zu suchen. Geben wir deshalb den Pflegenden unsere Stimme und unterstützen die Pflege-Initiative.
Marcel Koller, Aesch