rc. Seit vielen Jahren gehört die Weihnachtsausstellung der Stiftung Lebenshilfe (Lh) zum festen Bestandteil der Jahresprogramms. Verbunden mit einer Bühnenshow und dem Restaurant wurde die Ausstellung im Saalbau in den vergangenen Jahren jeweils feierlich eröffnet. Nachdem der ...
rc. Seit vielen Jahren gehört die Weihnachtsausstellung der Stiftung Lebenshilfe (Lh) zum festen Bestandteil der Jahresprogramms. Verbunden mit einer Bühnenshow und dem Restaurant wurde die Ausstellung im Saalbau in den vergangenen Jahren jeweils feierlich eröffnet. Nachdem der Anlass letztes Jahr aus bekannten Gründen nicht stattfinden konnte, beschloss man für dieses Jahr vorausschauend eine Änderung, damit wenigstens die Ausstellung sicher stattfinden kann. Auf die Eröffnungsshow, das Restaurant und das gemeinsame Essen im Saalbau wurde deshalb verzichtet, für die Eröffnung wurde nur ein kleines Zeremoniell mit Trommelspiel zum Jahresthema «Safari» organisiert. Im Saalbau fand am vergangenen Wochenende damit «nur» die Ausstellung statt, die jedoch dank der Umstellungen mehr Raum erhielt. Im «Ikea-System» wurden die Besucherinnen und Besucher durch die Gänge geführt. Die Neuerung kam beim Publikum gut an. Doch auch diese Art der Durchführung stand bis zuletzt auf der Kippe, wie Geschäftsleiter Philippe Crameri zu berichten wusste: «Wir haben die Ausstellung wie geplant organisiert und eingerichtet, wussten aber, dass am Tag der Eröffnung der Bundesrat mit einem Entscheid alles auf den Kopf hätte stellen können». Man habe sich kurz vor der Eröffnung noch einmal intensiv beraten und die neue Ausgangslage kontrovers diskutiert und dann beschlossen, die Ausstellung wie geplant mit Zertifikations- und Maskenpflicht durchzuführen. «Darüber sind wir heute sehr glücklich», hielt Philippe Crameri weiter fest, «die Ausstellung ist für uns alle der Höhepunkt des Jahres. Wir zeigen die vielfältigen Arbeiten der Klienten und können die Institution nach aussen präsentieren.» Das durch die Pandemie erzwungene Umdenken könnte aber auch eine Chance für die Zukunft bieten, ist Crameri überzeugt. «Wir werden sicher Überlegungen anstellen, wie der Anlass in Zukunft aussehen wird. Vor dem Eingang haben wir kurzfristig zwei Zelte aufgestellt, wo man sich mit einem Heissgetränk aufwärmen konnte. Das liesse sich sicher hübscher und gemütlicher einrichten.» Was die diesjährige Ausgabe angeht, zeigte sich der Geschäftsleiter letztlich zufrieden: «Natürlich haben wir im Verkauf nicht die gleichen Umsätze generiert wie in den vergangenen Jahren. Diese Einnahmen sind wichtig für uns, auch in der Gastronomie, die in diesem Jahr fehlt. Andererseits haben wir Räume für Begegnungen und Austausch geschaffen, was auch sehr wichtig ist.» Eigentlich habe man mit sehr wenig Besuchern gerechnet, «aber es ist jetzt doch schön gelaufen», resümiert Philippe Crameri abschliessend. Besonders den etwa 70 ausstellenden, organisierenden und mitarbeitenden Menschen, die eine wunderbare Ausstellung auf die Beine gestellt haben, ist der Erfolg im etwas kleineren Rahmen sehr zu gönnen. Und auch die Besucherinnen und Besucher, die Zertifikats- und Masken-Hürden auf sich genommen haben, konnten den vorweihnachtlichen Anlass in etwas anderer Form ebenso geniessen. (Bilder: rc.)