Der Wiliberger Gemeinderat informierte die Bevölkerung an einem Informationsabend zu relevanten Themen mit tendenzieller Bedeutung für die Zukunft des Dorfes. Diskussionsstoff boten Windkrafträder, die Nutzung der Schulliegenschaft sowie die Revision der ...
Der Wiliberger Gemeinderat informierte die Bevölkerung an einem Informationsabend zu relevanten Themen mit tendenzieller Bedeutung für die Zukunft des Dorfes. Diskussionsstoff boten Windkrafträder, die Nutzung der Schulliegenschaft sowie die Revision der Nutzungsplanung.
aw. Kein Thema wird so heiss diskutiert wie die Energieerzeugung durch Windkraft. «Windräder sind eine gute Sache, wenn sie am richtigen Ort stehen, von 37 arbeiten nur drei in der Schweiz effektiv», vertrat Peter Dätwyler die Meinung. «Die Schweiz ist kein Windland», schob er nach, und Wiliberg schon gar nicht. Doch darum ging es nicht. Das Windrad «Uf em Chalt» ruht wegen fehlender Subventionen, und ohne diese dreht sich aktuell gar nichts. Doch auf luzernischem Gebiet in Reiden und Wikon wird darüber nachgedacht. Die Meinung zu potenziellen Windkraftstandorten konnten die Wiliberger nach dem Anlass auf einem Feedback-Plakat kund tun. Statt Feedback war ihnen aber der Apéro wichtiger. Nur ein Punkt bei einem Nein wurde registriert.
Nutzung der Schulliegenschaft
Mehr am Herzen liegt der Gemeinde eine sinnvolle und kostendeckende Nutzung der Schulliegenschaft, inzwischen vielleicht schon schwer im Magen, denn seit Schuljahr 2020/21 werden die Wiliberger Schüler mit dem Bus nach Reitnau chauffiert. Die Gemeinde braucht die Liegenschaft für Versammlungen und Anlässe. Die Zwischennutzung durch Vereine und Vermietung als Lagerraum sichert nicht den notwendigen Cashflow, so Gemeindeammann Patric Jakob. Für schulische Zwecke liegt eine Anfrage vom Kanton für ukrainische Kinder vor. Eine gewerbliche Nutzung oder der Ausbau zu Wohnungseinheiten wären eine Alternative. Investitionen wären allemal fällig. Eine Gemeindestimme schlug betreutes Wohnen für Senioren vor. Die Diskussion, welche Personengruppe denn in Frage käme, erregte allgemeines Schmunzeln. Ein Büro für den Gemeindeschreiber einzurichten, war ein weiterer Vorschlag.
Revision der Nutzungsplanung
Ein wichtiger Punkt ist die Revision der Nutzungsplanung. Bevor ein Auftrag an ein Planungsbüro geht, appellierte der Gemeinderat an die Mitwirkungsbereitschaft der Bevölkerung. Die Aufstellung des Naturund Landschaftsinventars (NLI) und Erarbeitung des räumlichen Entwicklungsleitbildes (REL) sowie die Themenbereiche um Energieversorgung und Demografie sind weitere Schritte. Die Grundversorgung für die kommenden Jahrzehnte ist sicherzustellen. Die Förderung der Dorfgemeinschaft thematisierte Gemeinderätin Petra Grädel. Um «Wiliberg lebt» auch zu leben, braucht es wiederum die Dorfbevölkerung. Mit dem Sammeln an Ideen soll neuer Schwung in die Veranstaltungen kommen und die Organisation der Kulturgruppe durch neue Kräfte breiter abgestützt werden.