Stimmen und Standpunkte
27.10.2022 RegionLicht ins Dunkel − und das gleich zweimal in der Gemeinde Reinach. Nachdem das WB bereits letzte Woche den Puls der Gemeinderäte gefühlt und den Entscheid quasi vorweg genommen hat, ist es nun offiziell: An seiner Sitzung Anfang Woche hat der Gemeinderat entschieden, die ...
Licht ins Dunkel − und das gleich zweimal in der Gemeinde Reinach. Nachdem das WB bereits letzte Woche den Puls der Gemeinderäte gefühlt und den Entscheid quasi vorweg genommen hat, ist es nun offiziell: An seiner Sitzung Anfang Woche hat der Gemeinderat entschieden, die Weihnachtsbeleuchtung auch in diesem Jahr ganz normal in Betrieb zu nehmen. Das habe zwei Gründe, sagt Gemeindeammann Jules Giger auf Anfrage: «Erstens wollten wir der Bevölkerung etwas Normalität bieten, in einer Zeit in der alles teurer wird und die Sorgen gross sind.» Und zweitens sei die effektive Einsparung klein, wenn man auf das Leuchten verzichten würde. «Wir sind eine der ersten Gemeinden überhaupt, die ihre Weihnachtsbeleuchtung auf die LED-Technologie umgerüstet hat und sparen gegenüber früher 90 Prozent an Stromkosten.» Diese Faktoren und die Tatsache, dass man über 1,6 Millionen Franken investiere, um in den Gemeindeliegenschaften nachhaltig Strom zu sparen, hätten zum positiven Entscheid geführt. «Etwas Licht ins Dunkel tut unseren Seelen gut», ist Giger überzeugt.
Ebenfalls etwas mehr Licht gibt es bald in der Kunsteisbahn Oberwynental, ebenfalls in Reinach. Für die 50 Jahre alte Matchuhr gibt es inzwischen nämlich kaum mehr Ersatzteile und gerade die Leuchtelemente sind wegen der tiefen Temperaturen im Winter und der stetig wechselnden Luftfeuchtigkeit im Sommer nicht sehr langlebig − die Kosten steigen und steigen. Dazu kommt, dass Eingaben am Zeitnehmertisch nicht immer korrekt übermittelt werden. Nun hat auch der Gemeinderat genug von der wild blinkenden Anlage, auf welcher der Spielstand oft nur erraten werden kann und hat eine Ersatzbeschaffung angeordnet. In etwa drei Wochen werden in der Eishalle sogar zwei neue Anzeigetafeln montiert. «Das Reglement der Eishockey-Liga verlangt, dass nach einer Erneuerung der Anlage die verbleibende Spielzeit im Sichtfeld beider Torhüter sein muss», sagt hierzu Gemeindeammann Jules Giger. Rund 18’000 Franken kostet der Ersatz − eine Investition, die der Bedeutung der Kunsteisbahn durchaus gerecht wird. Zusammen mit den neuen Netzen, die über den Banden hinter dem Tor montiert werden, zeigt sich die Halle bald in einem etwas moderneren Kleid.
Und damit zum Sport − und zwar zum Hallwilerseelauf 2022. In einer Nachlese bedankt sich Gianin Müller, zuständig für die Kommunikation, bei der Bevölkerung von Beinwil am See. «Wir sind uns bewusst, dass der Aufmarsch von gegen 4500 Sportlerinnen und Sportlern und vielen Zuschauern nicht nur positive Seiten hat und für die Bevölkerung eventuell auch Unannehmlichkeiten nach sich gezogen hat. Das OK Hallwilerseelauf ist bestrebt, die Situation in allen Bereichen laufend zu optimieren und dankt Ihnen für Ihre konstruktiven Feedbacks.» Der Lauf hat bestimmt auch das Image von Beinwil am See und der Region Hallwilersee positiv beeinflusst, ist Müller überzeugt: «Viele Reaktionen von zufriedenen Läuferinnen und Läufern aus der ganzen Schweiz, welche die wunderbare Landschaft und die professionelle Organisation immer wieder erwähnt haben, sind bei uns eingegangen»
Als es noch überhaupt keinen Strom gab und die Kartographen dieser Welt die Positionen von Bergen und Ortschaften durch Triangulation bestimmten, entstanden bereits erstaunlich genaue Landkarten. Um diese anzuschauen, musste man nach Bern oder Zürich in die jeweiligen Hochschulen reisen. Mittlerweile bieten diese Universitäten umfangreiche Datensätze an – so sind beispielsweise im Online-Dienst der ETH Zürich mittels Suchfunktion Bilder und Flugaufnahmen zu finden, die um 1900 entstanden sind. Aber es geht noch einfacher: Unter der Internetadresse www.oldmapsonline.org sind gefühlt sämtliche Land- und Detailkarten auffindbar, die seit dem 15. Jahrhundert entstanden sind. Gibt man dort beispielsweise «Teufenthal» ein, erkennt man, dass man vor 300 Jahren noch in «Tüffental» gelebt hätte und von hier aus entweder einen Fussmarsch Richtung «Rynach» oder «Liebeck» hätte unternehmen können. Einen Weg nach «Schöfiken», dem späteren «Schöffelen» und heutigen Schöftland gab es damals noch nicht − und übrigens auch keine schnelle Raserstrecke über den Böhler, geschweige irgendwelche Verkehrsknoten oder Tunnel. rc.


