Faire und gerechte Löhne, mehr Rente
04.05.2023 SchöftlandMarkige Töne vom Duo «ZeitverLUST» mit Cello und Hackbrett begleiteten die Ansprachen zum 1. Mai von Lucia Lanz und Nationalrätin Gabriela Suter der Sozialdemokratischen Partei (SP) der Schweiz im Waldhaus Moos in Schöftland.
aw. Der 1. Mai ist der ...
Markige Töne vom Duo «ZeitverLUST» mit Cello und Hackbrett begleiteten die Ansprachen zum 1. Mai von Lucia Lanz und Nationalrätin Gabriela Suter der Sozialdemokratischen Partei (SP) der Schweiz im Waldhaus Moos in Schöftland.
aw. Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit, geprägt von Kundgebungen und Demonstrationen. Friedlich ging es an der Vorabendfeier der SP Bezirk Kulm im Waldhaus Moos in Schöftland zu. Bratwurst und Steak vom Grill stimmten auf die zu erwartenden Reden zu aktuellen Themen ein. Für den musikalischen Background mit sanften, aber auch wachrüttelnden markigen Tönen sorgten Barbara Schirmer am Hackbrett in Begleitung von Carlo Niederhauser mit seinem Cello vor, zwischen und nach den Ansprachen zum 1. Mai. Das «Psycho-Theme» aus dem gleichnamigen Film von Alfred Hitchcock und ein Stück mit dem Titel «Kubanischer Rumba» fand das Duo «Zeitver-LUST» passend zum Thema des Anlasses. Spannung und politische Zielsetzungen für die kommende Periode in National- und Ständerat enthielten die beiden prägnanten, aber kurz gehaltenen Ansprachen.
Fluch oder Segen?
SP-Nationalratskandidatin Lucia Lanz aus Beinwil am See beschäftigte das derzeit in allen Medien heiss diskutierte Thema «Künstliche Intelligenz». «Ist sie Fluch oder Segen für die Arbeitswelt?», stellte sie zu Beginn in den Raum. Wie fast zu erwarten war, kam sie zum Schluss, dass künstliche Intelligenz Risiken in sich birgt, aber auch Vorteile bietet. Aufhalten lässt sich die Entwicklung in diesem Punkt ohnehin nicht, man muss sich bietende technologische Chancen nutzen. Mit dem zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz werden Jobs in der Buchhaltung, Logistik oder Verkauf möglicherweise verschwinden. Sie kann zu Manipulationszwecken verleiten, KI-Systeme sind aber auch nie fehlerfrei, obwohl sie selbstlernend agieren. Was es braucht – so Lucia Lanz – sind anwendbare Gesetze und ethnische Richtlinien.
Mehr Lohn, mehr Rente
In eine konkrete Richtung der aktuellen Politik der Sozialdemokratischen Partei gingen die Gedanken der Aarauer Nationalrätin und Ständeratskandidatin Gabriela Suter. Sie griff das SP-Motto zum 1. Mai «Mehr Lohn, mehr Rente, Gleichstellung jetzt!» auf. Gleichstellungsfragen und der Einkommensfokus sind traditionelle Schwerpunkte der Arbeiterbewegung. Die Absicherung der CS-Übernahme durch die UBS mittels hunderten Milliarden Franken von Bund und Nationalbank, davon neun Milliarden Steuergelder, kam bei einer Bekannten, begegnet zwischen Supermarktregalen, nicht gut an – wenn gleichzeitig bei Krankenkassenprämien und Renten gespart werden soll, so Gabriela Suter. 17 Prozent aller Rentner beziehen Ergänzungsleistungen, aktuell 341’000. Anspruch hätten noch mehr, viele wissen es nur nicht, versicherte die SP-Ständeratskandidatin glaubwürdig. Sie tritt für eine 13. AHV-Rente wie bei Löhnen und für eine Prämienentlastungsinitiative ein. Faire und gerechte Löhne, und respektable, die Kaufkraft erhöhende Renten bei Gleichstellung der Geschlechter sei ihr Ziel.


