Eine Gruppe von zehn Konfirmanden hat am Sonntag ihr Bekenntnis zum Glauben und den Beginn ihrer Religionsmündigkeit gefeiert.
grh. In der Kirche herrschte grosses Stimmengewirr. Die jungen Frauen in den glänzenden Roben, die Männer in Anzügen zappelten ...
Eine Gruppe von zehn Konfirmanden hat am Sonntag ihr Bekenntnis zum Glauben und den Beginn ihrer Religionsmündigkeit gefeiert.
grh. In der Kirche herrschte grosses Stimmengewirr. Die jungen Frauen in den glänzenden Roben, die Männer in Anzügen zappelten auf der vordersten Bank – bis zum ersten Song. In der Musik schienen sie angekommen. Das bestätigte auch ein späterer Satz von Sozialdiakonin Rahel Fritschi: «Ihr seid eine Gruppe, die gern gesungen hat und so haben wir in diesem Gottesdienst auch mehr Lieder als sonst.»
Aber nicht nur die jugendliche Freude an der Musik prägte den Anlass. Das Thema der Konfirmanden lautete «Zukunft». So stellten sie sich mit der Beschreibung ihrer kommenden Jahre und ihren Wünschen vor. Berührend, wie oft Gesundheit, Frieden und Umsicht im Umgang mit der Natur genannt wurden. Ein Konfirmand formulierte es so: «Damit wir unseren Kindern überhaupt noch eine Welt hinterlassen, in der es sich zu leben lohnt.»
Rahel Fritschi wollte den jungen und älteren Gottesdienstbesuchern etwas für diesen Weg mitgeben: Herz. Anhand einer der bekanntesten biblischen Geschichten um König Salomo und das geteilte Kind machte sie klar: «Wir brauchen den Verstand, um Wege zu planen oder Ergebnisse zu analysieren. Aber das Herz soll die Entscheidungen treffen. Habt Mut, euren Herzen zu folgen im Vertrauen darauf, dass ihr nie allein unterwegs seid.» Der Applaus erklang nicht nur in diesem Moment. Er zeigte, dass nicht nur die Konfirmandinnen und Konfirmanden an diesem Tag beschenkt nach Hause gingen.