Die Vogelwelt der Region sehen und hören
24.08.2023 SchlossruedDie Kulturkommission «Schlossrued läbt» hat zusammen mit Schulkindern der 3. und 6. Klasse eine neue Attraktion erarbeitet. Auf insgesamt 18 Stationen können Wanderer viel Wissenswertes über die Vögel, die in unserer Region leben, erfahren. Dank eines ...
Die Kulturkommission «Schlossrued läbt» hat zusammen mit Schulkindern der 3. und 6. Klasse eine neue Attraktion erarbeitet. Auf insgesamt 18 Stationen können Wanderer viel Wissenswertes über die Vögel, die in unserer Region leben, erfahren. Dank eines QR-Codes können alle, die ihr Handy mit dabei haben, das Gezwitscher des betreffenden Vogels abhören, auch wenn dieser im Moment gar nicht singt.
st. Gut zwei Dutzend Interessierte fanden sich am letzten Samstag, morgens um 6 Uhr beim Schulhaus Schlossrued ein, um sich vorerst mit Kaffee, Gipfeli und Orangensaft zu stärken. Dies brauchte es auch, führt das Projekt «Gezwitscher auf dem Ruinenweg» zuerst zur Informationstafel beim Schulhaus, dann via Kindergarten auf den Weg zur Burgruine. Nach einem langen, steilen Anstieg kam endlich die Möglichkeit, sich kurz hinzusetzen, um dem anwesenden Ornithologen Rolf Schmid bei seinen Ausführungen zuzuhören. Auf der anderen Seite des Burghügels erfolgte der Abstieg zu weiteren Stationen. Über den Haberberg gelangte die gutgelaunte und interessierte Schar nach rund vier Kilometern über den Stauber zur Brätlistelle, wo weitere Erfrischungen warteten und interessante Diskussionen über das Erlebte stattfinden konnten. Als die Mittagshitze langsam intensiver wurde, verzogen sich die Exkursionsteilnehmenden in alle Richtungen, um zu Hause ein schattiges Plätzchen zu suchen.
Eine lange Entstehungsgeschichte
Die Idee zu diesem «Vögeli-Weg» entstand auf einem Spaziergang durch den Wald. Edina Lauzon, die Präsidentin des Kulturvereins «Schlossrued läbt», fand unterwegs, dass es doch hilfreich wäre zu wissen, wer hier im Wald am Singen und Zwitschern ist. Man sollte Informationstafeln aufstellen und einen Weg finden, die Vogelstimmen zu identifizieren. Sie trug ihre Gedanken in den Kulturverein und stiess auf offene Ohren. Der Weg bis zur Realisierung war jedoch ziemlich lang und arbeitsreich. Niklaus Huber aus Schöftland wurde beigezogen zur Beratung. Sein enormes Wissen über die einheimische Vogelwelt konnte vollumfänglich genutzt werden und trägt wesentlich bei zur attraktiven und informativen Gestaltung der Informationstafeln. Der Ornithologe Rolf Schmid stand dem Projekt mit seinen Ergänzungen zur Seite und lieferte die entsprechenden Fotos, nebst weiteren Beiträgen. Auch in der Schule fand Edina Lauzon spontan Unterstützung. Kinder der 3. und 6. Klasse halfen die Vogelhäuschen mitgestalten. Sie dürfen stolz sein auf ihre Werke.
Mit diesem neuen Angebot werden die Attraktionen für Wanderfreudige ergänzt. Zu den vier beschilderten Rundwegen mit vielen Überraschungen unterwegs und dem gespenstischen «Schlossgeischtliweg» wurde nun mit dem «Gezwitscher auf dem Ruinenweg» etwas geschaffen, das nicht nur ganze Familien, sondern vielleicht auch ganze Schulklassen sowie Naturschützer aus nah und fern anziehen dürfte.




