Erika Stocker kämpft um den goldenen Cupcake
31.08.2023 Michelsamt, BeromünsterErika Stocker bäckt fürs Leben gern und sie bäckt vor allem sehr gut. So gut, dass sie es in die neuste Staffel der SAT.1-Produktion «Das grosse Backen» geschafft hat. Gestern Abend wurde die erste von acht Sendungen im Free-TV ausgestrahlt, die ...
Erika Stocker bäckt fürs Leben gern und sie bäckt vor allem sehr gut. So gut, dass sie es in die neuste Staffel der SAT.1-Produktion «Das grosse Backen» geschafft hat. Gestern Abend wurde die erste von acht Sendungen im Free-TV ausgestrahlt, die Michelsämterin ist weiterhin im Rennen um den Hauptpreis.
rc. Hunderte haben sich beworben, die zehn besten Kuchenkünstler und Kuchenkünstlerinnen kämpfen seit gestern auf dem TV-Sender «SAT.1» um den goldenen Cupcake, ein eigenes Backbuch sowie das Preisgeld von 10’000 Euro. Unter ihnen die 21-jährige Erika Stocker aus dem Möischterer Ortsteil Neudorf. Bereits in der ersten Sendung ging es hoch zu und her. Die Juroren stellten den Teilnehmenden verschiedene Aufgaben und verteilen hiernach Punkte. Wer am Schluss einer Sendung am wenigsten Punkte gesammelt hat, fliegt raus. Aufgeregt sei sie wegen der Kameras, den vielen Lichtern und der Konkurrenzsituation zwar schon gewesen, aber die Herausforderungen habe sie gern angenommen, erzählt Erika Stocker über das Erlebnis beim deutschen Fernsehsender. «Ich habe mich grundsätzlich über jede Backaufgabe gefreut, vor allem auf die schwierigen Aufgaben, weil ich Herausforderungen liebe und oft das Risiko wähle.» Sie nehme deshalb auch in Kauf, dass mal etwas nicht gelingt. «Die ‹kleineren› Aufgaben zu Beginn der ersten Sendung habe ich etwas unterschätzt und auf die Vorgaben zu wenig Wert gelegt. Das hat der Jury nicht immer gefallen», grinst die 21-jährige Frohnatur. In der ersten Folge der achtteiligen Serie konnte sie die beiden Juroren aber auch begeistern, nämlich mit einer kunstvollen Motivtorte in der ganz viel Heimat aus der Schweiz und aus «Nüderef» steckt.
Aufgewachsen ist Erika Stocker auf einem Bauernhof, als älteste von acht Geschwistern. «Viel kann mich deshalb nicht aus der Ruhe bringen», lacht die junge Frau.Als Älteste sei sie im Haushalt schon bald in die Pflicht genommen worden und bis heute hilft sie auf dem elterlichen Bauernhof aus. Meistens kocht sie für die ganze Familie, seit der Oberstufe hat sie sich der Backkunst verschrieben und verwöhnt ihre Familie gelegentlich mit einer süssen Überraschung. Nach einer Ausbildung im Ausland will sie ab Herbst das Studium zur Veterinär-Medizinerin antreten. «Zeit zum Backen habe ich aber immer gefunden, die Milch und die Früchte kommen ja frisch von unserem Hof und meine Mutter gab mir immer Tipps und Ratschläge.»
Süss bleibt süss
Auf ihrem eigenen Instagram-Kanal «himmlische_torten» haben sich in den letzten vier Jahren einige Bilder ihrer Kreationen angesammelt. «Natürlich habe ich noch viel mehr gebacken, aber da sieht man sehr gut, dass der Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind.» − Nur etwas kommt Erika Stocker nicht auf eine Torte: Salz. «Süss bleibt süss und wird nicht mit Salzigem gemischt», jedenfalls was ihre eigenen Kreationen angeht. In der SAT.1-Sendung mischte Konkurrentin Katharina Melonen mit Biskuit und Speckwürfeln – kann man mögen, muss man aber nicht.
Wie weit führt der Weg?
Sieben weitere Sendungen stehen in den nächsten Wochen an. Diese können jeweils am Mittwoch ab 20.15 Uhr auf SAT.1 verfolgt werden. Die Sendungen wurden bereits im Mai und Juni dieses Jahres gedreht – wie lange die Neudorferin dabei bleibt, darf sie natürlich nicht verraten. Nur soviel: «Für mich waren die Begegnungen mit den anderen Kandidaten eine tolle Erfahrung und wir stehen heute noch in Kontakt miteinander.» Eine erste Runde hat Erika Stocker also überstanden und egal, wo der Weg in der TV-Show hinführt: in ihrem persönlichen Umfeld bleibt sie sowieso Bäckerin Nr. 1.



