Neuer Zangenschlepper wurde vorgeführt
28.09.2023 SchlossruedBei schönem Herbstwetter und erfreulich grosser Beteiligung startete der Schlossrueder Waldumgang bei der Kirche und führte auf Umwegen Richtung Wüestmatt. Als letzter Posten wartete der neue HSM-Sattelschlepper, dessen Fähigkeiten eindrücklich demonstriert ...
Bei schönem Herbstwetter und erfreulich grosser Beteiligung startete der Schlossrueder Waldumgang bei der Kirche und führte auf Umwegen Richtung Wüestmatt. Als letzter Posten wartete der neue HSM-Sattelschlepper, dessen Fähigkeiten eindrücklich demonstriert wurde.
st. Sowohl der zuständige Gemeinderat, Markus Bolliger, als auch der Revierförster, Daniel Zehnder, freuten sich über den grossen Besucheraufmarsch zum diesjährigen Schlossrueder Waldumgang. Vom Parkplatz der Kirche Rued ging es gleich in den Wald oberhalb, Richtung Pfaffenbergwald. Am ersten Posten erläuterte Daniel Zehnder den neugegründeten Forstbetrieb Suhrental Ruedertal, welcher seit dem 1. Januar 2022 für die Waldungen der acht Gemeinden Hirschthal, Kirchleerau, Moosleerau, Muhen, Schlossrued, Schöftland, Staffelbach und Wiliberg zuständig ist. Insgesamt wird eine Fläche von rund 1041Hektar Ortsbürgerwald bewirtschaftet. Zusätzlich umfasst das gesamte Revier etwa 470 Hektar Privatwald. Der Forstbetrieb zählt heute zehn Mitarbeitende mit Betriebsleiter Urs Gsell. Daniel Zehnder ist sein Stellvertreter. Der Abschluss nach dem ersten Betriebsjahr sieht, dank der gestiegenen Holzpreise, recht erfreulich aus, teilte Daniel Zehnder mit. Die Neophytenbekämpfung ist nach wie vor auch in Schlossrued aktuell. Daniel Zehnder zeigte den Anwesenden, welche Arten besonders invasiv sind. Auch die Problematik der langanhaltenden Hitzeperiode, Trockenheit und Dürre, die dem Buchenbestand sichtbar besonders zusetzt, kam zur Sprache. Der Marsch ging weiter Richtung Wüestmatt, und dann kam der grosse Regenguss.
Das Sahnhäubchen zum Schluss
Kurz vor dem Ende des Umgangs mit Grillwurst und Nussgipfel kamen die Waldumgänger in einen besonderen Genuss. Forstwart-Vorarbeiter Willi König erklärte die Arbeitsweise der jüngsten Neuanschaffung des Forstbetriebes Suhrental Ruedertal. Unlängst wurde nämlich ein nagelneuer HSM-Zangenschlepper, Kostenpunkt eineinhalb Millionen, ausgeliefert. Damit entfällt grösstenteils das mühsame Rücken der Stämme, die am Strassenrand zum Abtransport gestapelt werden müssen. Der Zangenschlepper kann von der Strasse aus arbeiten und muss entsprechend stark gebaut sein und fest stehen. Er bringt 18 Tonnen auf die Waage, sein Vorgänger wog gerade mal zehn Tonnen.Ausgerüstet ist er mit einem modernen, umweltfreundlichen und leisen Motor. Die Zugkraft der Seilwinde beträgt zwei Mal maximal 15 Tonnen. Das Gefährt ist ausserordentlich wendig und kann flexibel eingesetzt werden.
Ein Baum wurde gefällt
In der Zwischenzeit hat Forstwart-Vorarbeiter Gérald Magnin einen Baum gefällt, den er in Windeseile abastete und zum Abtransport mit dem neuen Zangenschlepper bereit machte. Die Anwesenden konnten sich von der Einsatzart und der Wendigkeit der Neuanschaffung überzeugen. Aber dann hatten alle Wurst und Brot, Getränke und einen Nussgipfel verdient. Dies alles wartete auf dem gemütlichen Rastplatz im Feldboden. Allerdings wurde es nach dem Regenguss merklich kühler.


