Alle Punkte problemlos durchgewunken
23.11.2023 SchlossruedNach einer rekordverdächtig kurzen Ortsbürgergemeindeversammlung trafen sich auch die Einwohner zur Gemeindeversammlung in Schlossrued. Vorerst offerierte die Feuerwehr vor dem Schulhauseingang jedoch Glühwein und Punsch zur Einstimmung. Die beste Voraussetzung für ...
Nach einer rekordverdächtig kurzen Ortsbürgergemeindeversammlung trafen sich auch die Einwohner zur Gemeindeversammlung in Schlossrued. Vorerst offerierte die Feuerwehr vor dem Schulhauseingang jedoch Glühwein und Punsch zur Einstimmung. Die beste Voraussetzung für eine zustimmungsfreudige Teilnehmerschaft.
st. Gerade mal sieben von insgesamt 111 Ortsbürgern fanden sich im Vereinszimmer ein, um die drei obligaten Traktanden zu behandeln: Protokoll der letzten Versammlung, Budget 2024. Dieses weist einen Aufwandüberschuss von 4340 Franken aus, weil sich die Reparatur am Holzschopf (Ausbesserung des Dachs mit Dachrinne) aufdrängte und mit 4820 Franken zu Buche schlägt. Der Pachtzinsertrag und der Ertrag durch die Vermietung des Holzschopfes wird auf 1800 Franken geschätzt. Mitteilungen und Verschiedenes: Der Gemeinderat, Markus Bolliger – der einzige Ortsbürger im Gemeinderat – bestätigte, dass der Forstbetrieb seit dem Zusammenschluss problemlos läuft. Martin Goldenberger blickte zurück auf den gelungenen Waldumgang. Dieser war interessant und aufschlussreich. Er findet inskünftig jedoch nur noch alle drei Jahre statt. Nach sieben Minuten konnte er die Versammlung schliessen.
Alle Kreditanträge gutgeheissen
Von den insgesamt 638 stimmberechtigten Einwohnern nahmen 41 an der Gemeindeversammlung in der Aula des Schulhauses Schlossrued teil. Sie genehmigten nach kurzen Diskussionen 400’000 Franken für die Sanierung bzw. Ersatz der Heizung im Schul- und Gemeindehaus. Einem Kredit von 98’000 Franken für den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Schul- und Gemeindehaus wurde grossmehrheitlich zugestimmt. Gemeinderätin Monika Hugentobler erklärte den voraussichtlichen Bauverlauf der 2. Etappe West der Meteorwasserleitung Rütiacker. Auch diesem Vorhaben wurde zugestimmt.
Gemeinderat Markus Bolliger gewährte einen Blick auf die Kreditabrechnung für die Sanierung der 300 m Schiessanlage Stauber (Kreditantrag vom 22. November 2019, 310’000 Franken). Der Gemeinderat wand dem Werkhof ein Kränzchen. Die Sanierungsarbeiten konnten durch Mitarbeiter des Werkhofes ausgeführt werden, was zu grossen Einsparungen führte. Die Entsorgungsgebühren inkl. Transport zur Entsorgungsstätte waren 38’255 Franken tiefer als budgetiert, und die Position Unvorhergesehenes, 28’120 Franken, wurde gar nicht benötigt. Es gab deshalb keinen Grund der Kreditabrechnung von 225’688.74 Franken (Unterschreitung 84’311.25 Franken) zuzustimmen.
Abfallgebühren könnten weiter sinken
Martin Goldenberger stellte das Budget 2024 vor, das ebenfalls keine grossen Diskussionen hervor rief. Bei einem unveränderten Steuerfuss von 120 Prozent wird ein Aufwandüberschuss von 226’872 Franken erwartet. Die finanzielle Lage der Einwohnergemeinde bleibt nach wie vor angespannt. Trotzdem stellte der Gemeindeammann eine weitere Senkung der Abfallgebühren in Aussicht.
Abschied und Willkomm
Bereits anlässlich der Orstsbürgerversammlung war sie in Aktion, und an der Einwohnergemeindeversammlung führte sie ebenfalls das Protokoll, die neue Vertreterin des Gemeinderschreibers, Melanie Fink. Sie trat am 1. Juli die Nachfolge von Sabrina Bühlmann, Leiterin Einwohnerdienste und Gemeindeschreiber-Stellvertreterin, an, welche per 31. August nach zehn Jahren die Gemeinde Schlossrued verliess. Melanie Fink wurde sozusagen «gleich ins kalte Wasser geschmissen», denn Gemeindeschreiber Peter Lüthy nahm sich eine längere Auszeit, um Überstunden abzubauen. Neu im Team auf der Gemeindekanzlei ist auch Ersa Sabedini, lernende Kauffrau seit dem 1. August.
Ebenfalls zurückgetreten war Gabriela Schatt, Betreuerin Mittagstisch, per 31. Juli. Dringend gesucht werden neue Betreuerinnen. Kochen müssen sie nicht, das Mittagessen wird vom Restaurant Storchen angeliefert. Die Verantwortung für den Mittagstisch hat Cécile Bittner, die bereits ihr Fünfjahr-Jubiläum feiern konnte.
Ein Dankeschön für zehn Jahre
Sabrina Bühlmann war fast zehn Jahre für die Gemeinde Schlossrued tätig. Sie hatte am Anfang «strube Zeiten» durchmachen müssen, so Martin Goldenberger. Nach dem Rücktritt von Gemeindeschreiber Viktor Würgler konnten die Nachfolgenden nicht so richtig Fuss fassen, bis dann Peter Lüthy kam und zusammen mit Sabrina mit dem Aufräumen begann. Ihre Aufgaben habe sie immer mit äusserster Sorgfalt erledigt, «mer händ nie Lämpe gha!», so Goldenberger. Sie war eine fleissige Mitarbeiterin und entlastete Peter Lüthy in vielen Bereichen. «Man lässt sie ungern ziehen, aber hat Verständnis für ihren Wunsch nach neuen Herausforderungen.»

