Ihre Faszination für den Sport steckt an
14.12.2023 ReinachVor mehr als zwei Jahren haben Freddy Blatter und Monica Simmen-Blatter das Tenniscenter übernommen. Ihr Wissen aus dem Profisport steckt in jedem Detail. Ihr Einsatz macht Tennisfans wie Neugierige glücklich.
grh. «Angefangen habe ich ...
Vor mehr als zwei Jahren haben Freddy Blatter und Monica Simmen-Blatter das Tenniscenter übernommen. Ihr Wissen aus dem Profisport steckt in jedem Detail. Ihr Einsatz macht Tennisfans wie Neugierige glücklich.
grh. «Angefangen habe ich als Balljunge», erinnert sich Freddy Blatter mit einem Schmunzeln. «Irgendwann habe ich zu spielen begonnen und wurde für talentiert befunden.» Was Freddy Blatter so humorvoll erzählt, ist eine Erfolgsgeschichte. Er vertrat die Schweiz beim Davis Cup, spielte an den Australian Open, trainiert seit über 30 Jahren andere Profisportler. Einen beruflichen Abstecher gab es. «Mit 55 bin ich als Verkaufsleiter des Badener Tagblatts angefragt worden, absolvierte den Lehrgang zum Eidgenössischen Marketingplaner (mit Diplom-Abschluss) und ging später in ähnlicher Funktion zur Weltwoche.» Doch obwohl er die Zeit nicht missen möchte, vermisste er das Tennis und kehrte auf den Platz zurück.
Dann haben Freddy Blatter und Monica Simmen-Blatter die Tennisschule von «Tennis aarau-West» im Mietverhältnis in Oberentfelden übernommen. 20 Jahre haben die beiden dort gewirkt, bevor die Anfrage aus Reinach kam. «Hier hatten wir die Chance, die Gestaltung der Lokalität mitzubestimmen – von A bis Z.»
Eine Halle der Superlative
Entstanden ist die modernste Tennishalle im Kanton Aargau. Ein Rebound-Ace-Schwingboden, wie er in Fachkreisen bezeichnet wird, reduziert durchs Abfedern die Belastung der Gelenke bei den Spielenden. Die 1000-Lux-LED-Beleuchtung sorgt für perfekte Sicht. Der Belag entspricht jenem der Swiss-Indoors. Und das ist längst nicht alles. In der Lounge kann man nach dem Spiel noch zusammensitzen und den Abend ausklingen lassen. Neben dem Shop mit Produkten, die zur Ausrüstung gehören, gibt es einen «Bespannungsservice». «Selbstverständlich mit individueller Beratung. Spielweise, Kraft oder persönliches Ballgefühl – da sind so viele verschiedene Faktoren relevant.»
An wen haben Freddy Blatter und Monica Simmen-Blatter bei der Gestaltung des Tenniscenters gedacht. «An die Fans der Sportart ebenso wie an die Neulinge. Jeder soll sich hier wohl fühlen.» In guter Zusammenarbeit mit den Tennisklubs Reinach und Menziken geniessen hier über 60 Kids und Junioren ihre ersten Schritte auf dem Platz. Der älteste Schüler sei 85 Jahre alt. «Und das ist genau das Schöne am Tennis. Es ist so vielseitig. Man lernt immer dazu, es wird niemals langweilig.»
Reservation am besten telefonisch
In den Wintermonaten ist das Tenniscenter Reinach sieben Tage von 8.30 bis 22.30 Uhr geöffnet. Im Sommer ist Freitag und Sonntag geschlossen, weil dann eher draussen gespielt wird. Wer einen Platz reservieren möchte, tut dies am besten telefonisch. «So finden wir für jeden das Passende», sagt Monica Simmen-Blatter. Dem vollen Einsatz des sechsköpfigen Teams sei es zu verdanken, dass man kürzlich an einem Mittwoch eine Auslastung von 90 Prozent erreicht habe. «Es ist eine stetige Aufgabe, aber solche Momente zeigen uns, wir sind auf gutem Wege.»
Zusätzlich Interesse weckt das Paar mit neuen Veranstaltungskonzepten wie ein «Mini Swiss Indoors» Ende März 2024. «Einmal das Gefühl eines solchen Turniers mit Ballkindern, internationalen Schiedsrichtern, Musik und Tribüne», bei uns ist das möglich.» 84 Anmeldungen waren bei den letzten Gruppenspielen zu verzeichnen. «Dadurch, dass die Teilnehmenden die Termine für ihre Matches selbst abmachen, sind sie nicht einen ganzen Turniertag absorbiert. Und die Kondition wird nicht überlastet.»
Eines ist klar: Freddy Blatter und Monica Simmen-Blatter werden die Ideen rund ums Tennis nicht ausgehen. Sie krönen ihre persönlichen Erfahrungsschatz mit täglicher Neugier. «Spannende, qualitativ hochstehende Spiele gibt es nicht nur auf Profi-Ebene», sind sie sich einig. Genauso schön sei es zu beobachten, wie sich Tennisschüler weiterentwickeln. Wenn sie zu ihrem Talent fänden. «Wer zu uns kommt, soll sich wohl fühlen. Soll hier Freundschaften knüpfen, grosse Momente feiern können. Wir sind für unsere Spielerinnen und Spieler da.» Was wünschen sie sich für die Zukunft? Sie antworten beinahe unisono: «Gesundheit. Dann können wir die Bekanntheit des Tenniscenter Reinach noch weiter steigern und vielleicht stehen die Menschen dann eines Tages am Eingang Schlange.»

