Ein überreich gedecktes Buffet
05.01.2024 SchlossruedAuch dieses Jahr sorgte der bereits zur Tradition gewordene Neujahrsapéro in der Aula des Schulhauses Schlossrued dafür, dass das Mittagessen zu Hause ausfallen konnte. Im Mittelpunkt standen Tafelmusik, eine kurze Rede des Gemeindeammanns sowie Schlemmereien aus dem Chäsi- ...
Auch dieses Jahr sorgte der bereits zur Tradition gewordene Neujahrsapéro in der Aula des Schulhauses Schlossrued dafür, dass das Mittagessen zu Hause ausfallen konnte. Im Mittelpunkt standen Tafelmusik, eine kurze Rede des Gemeindeammanns sowie Schlemmereien aus dem Chäsi- und dem Metzgerladen.
st. Der Neujahrsapéro in Schlossrued soll dazu dienen, die Gemeinschaft, den Zusammenhang unter den Mitbürgern zu pflegen. Und dieses Ziel wurde voll und ganz erreicht. An den langen Tischen flogen Gesprächsfetzen hin und her, die Stimmung war super. Am Buffet konnte sich jedermann nach Herzenslust eindecken. Getränke waren in Fülle vorhanden, selbst Kaffee und Tee konnten konsumiert werden. Als Neuerung standen zum Dessert kleine süsse Leckereien zur Auswahl. Niemand musste weder hungrig noch durstig vom Tisch. Für die Kinder standen sogar Tischbomben bereit, die sie draussen im Foyer hochgehen lassen konnten. Der gesamte Gemeinderat, samt Gemeindeschreiber, war anwesend und suchte auf lockere Art das Gespräch mit den Gästen. Für gediegene Tafelmusik sorgten Emanuel Steffen, Klavierlehrer an der Musikschule Schmiedrued am Klavier, und Ueli Nyffeler, Leiter der Musikschule Rued am Saxophon.
«Nämmers wies chunnt!»
Mit Spannung wurden die Worte von Gemeindeammann Martin Goldenberger erwartet, die wie gewohnt witzig und humorvoll daher kamen, jedoch nicht ohne Gedanken, die in die Tiefe gehen. Er habe sich keine neuen gute Vorsätze vorgenommen, die alten seien grösstenteils noch unangetastet. Aber ihm wurde während des vergangenen Jahres erneut bewusst, welch Riesenschwein er habe, dass er hier im Ruedertal geboren worden ist, und nicht irgendwo, wo heute schwere Kämpfe herrschen. Die Schweiz habe sich im 2023 recht gut gehalten. Die Teuerung sei vergleichsweise eher tief, der Euro sogar sagenhaft tief, für Private eine gute Sache, jedoch für Industrieunternehmen eher fatal.Wir haben eine stabile Regierung in einem stabilen System, zwar zäh, träge und nicht besonders flüssig, aber darüber können wir uns auch freuen, wenn wir mal über die Grenze schauen und sehen, was dort abgeht. Es ist einiges passiert. So wurde zum Beispiel eine Grossbank innert Wochenfrist einfach beerdigt. Dabei gab es Verlierer, wie auch satte Gewinner. Beängstigend sei die Geschwindigkeit, mit der solche Dinge heute passieren, und es könnte überall zuschlagen. «Hoffen wir, es kommt gut! Das Schwarznasenschaf, das einer Bundesrätin zur Wahl verholfen habe, brachte nicht das gewünschte Glück.»
Zu diesen Worten wies er auf eine Überraschung hin. Irgend jemandes Platz ist markiert, und auf diesen Platz steuerte er mit einer Flasche Rimuss zu und überreichte diese einem völlig überraschten Mädchen. Dass es da sass, war reiner Zufall.
Blick ins 2024
Was bringt uns das neue Jahr? Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, aber längst nicht in dem Rahmen wie bei unserem nördlichen Nachbarn. Einheitliche Handy-Stecker sollen eingeführt werden. Das Schaltjahr bringt uns einen zusätzlichen Arbeitstag, und unser guter, alter, blauer Führerschein ist ab sofort ungültig. Im Dorf muss die Bushaltestelle behindertengerecht umgebaut werden. Dies erfordere einen grösseren Aufwand, obwohl es auch andere Lösungen gäbe. Aber das Gesetz will es nun mal so. «Nämmers wies chonnt und meistern alles mit unserer gesunden Einstellung», so die Schlussworte des Gemeindeammanns, welcher auch seinen Ratskolleginnen und Ratskollegen herzlich dankte.


