Birrwiler Markt – weltoffen und spannend
27.06.2024 BirrwilDer alle zwei Wochen abgehaltene kleine Markt in Birrwil auf dem Rasen des wunderschön gelegenen Dorfplatzes, zeigte sich am vergangenen Wochenende weltoffen und spannend. Weltoffen punkto kulinarischen Genusses – neben zahlreichen angebotenen Köstlichkeiten aus nah und ...
Der alle zwei Wochen abgehaltene kleine Markt in Birrwil auf dem Rasen des wunderschön gelegenen Dorfplatzes, zeigte sich am vergangenen Wochenende weltoffen und spannend. Weltoffen punkto kulinarischen Genusses – neben zahlreichen angebotenen Köstlichkeiten aus nah und fern, kochten, unterstützt von aargauSüd Impuls zusammenleben, Frauen aus Eritrea, dem Kurdistan und anderen Ländern traditionelle Speisen aus ihrem Heimatland. Ergänzt wurde das Angebot von diversen Jugendvereinen, welche mit ihren kreativen Ideen nicht nur viele Sympathiepunkte, sondern auch die Herzen der Marktbesucher gewannen.
dr. Der grosse, bis zum Rand gefüllte Behälter mit Schlangenbrotteig, stach einem zuerst ins Auge, wenn man den Marktstand der Jungschar Pionier Gruppe Reinach entdeckte. Ein feiner Duft nach Feuer, Rauch und Schlangenbrot zauberte eine Lagerfeuerromantik, der einsetzende Platzregen untermauerte diese noch. Im Kreis ums Feuer sitzen und sich austauschen. Eine grossartige Idee der Jungschar Pionier Reinach. An einem weiteren Stand, demjenigen der Jugendarbeit Beinwil-Birrwil verwöhnten Jugendliche die Besucher mit selbst hergestellter Zuckerwatte. Richtig gekonnt türmte sich die Zuckerwatte auf den Holzstäbchen auf. Sehr zur Begeisterung der kleinen Schleckmäuler, die das süsse Nichts genossen. Die Pfadfinder Rymenzburg Wyna waren mit dem Leiterteam der Stufen und dem Abteilungsleiter vertreten. Kinder durften unter Anleitung und mit der geduldigen Hilfe der Pfadileiter «Schiffli» aus alten Korken bauen. Diese härzige Idee schenkte viel Freude. All die Möglichkeiten der Jugendvereinsgruppen, welche von Tore schiessen bis Eier über dem Feuer kochen gingen, sprachen Kinder und Jugendliche jeden Alters an. Der wunderschöne Markt überzeugte mit einem feinen Angebot von Handwerkskunst über Handarbeiten bis zu kulinarischen Spezialitäten.
Integration ins Dorfleben
Fürs kulinarische Erlebnis sorgten Frauen aus Eritrea, die schon am Vormittag mit selbst hergestelltem und aufgebrühtem Kaffee die Marktbesucher verwöhnten. So viel darf man sagen: Der Kaffee war Spitzenklasse und man bedauert es beinahe, dass man diesen nicht einfach um die Ecke trinken kann. Die Idee, den Markt zusammen mit Impuls zusammenleben und diversen Jugendorganisationen durchzuführen kam von Barbara Härri, Präsidentin des Birrwiler Märt. Integration fände auch in der Jugendarbeit statt. Für die Kinder und Jugendlichen bieten die diversen Jugendorganisationen wertvolle Zeit unter ihresgleichen, wo Freundschaften geschlossen und sich jedes mit seinen Talenten auch einbringen kann. Durch die am Birrwiler Märt immer abwechselnd organisierten Mittagessen hat jeder die Chance, neue Leute und neue kulinarische Köstlichkeiten kennen zu lernen. Es ist einfach so, Liebe geht durch den Magen. Integration, erörtere Barbara Härri, Präsidentin des Vereins Birrwiler Märt, würde im Grunde nicht mit der Nationalität zusammenhängen. Einwohner, die aus einer anderen Ecke der Schweiz in der Region ansässig würden, hätten mitunter die gleichen Probleme wie die Flüchtlinge von weit her. Sie würden niemanden kennen und eine Integration ins Dorfleben wäre nicht immer einfach. Deshalb gibt’s an gewissen Markttagen anstatt ein Worldbuffet einfach auch mal Bratwurst oder Älpler Makronen. Die Idee und Umsetzung kommt mehr als gut an. Die Stimmung am Markt könnte nicht besser sein. Wer einmal, unter den Bäumen des Birrwiler Dorfmarkts die Marktstimmung genossen hat, kommt bestimmt wieder. Der letzte Markt vor den Sommerferien findet am 6. Juli 2024 statt. Ayse Kizitas kocht dann zum Mittagessen türkisches Essen.


