Der Gang mit Förster Daniel Zehnder durch den Kirchleerber Wald startete oberhalb der reformierten Kirche und endete auf der anderen Talseite am Lindebrünneli.
aw. 4.2 Kilometer bis auf 630 Höhenmeter führte die Route durch den Wald, an Waldrändern ...
Der Gang mit Förster Daniel Zehnder durch den Kirchleerber Wald startete oberhalb der reformierten Kirche und endete auf der anderen Talseite am Lindebrünneli.
aw. 4.2 Kilometer bis auf 630 Höhenmeter führte die Route durch den Wald, an Waldrändern entlang und über Wiesen. Das herbstlich sonnige Wetter gestattete herrliche Blicke auf das kleine Dorf im oberen Suhrental. Eine der Attraktionen des alle drei Jahre stattfinden Waldumgangs in war das Baumfällen mit Motorsäge und Einsatz des Zangenschleppers. Das Fällen der Fichte durch den Lehrling im 2. Ausbildungsjahr, Lyonel Rohrer, bedachten die Waldbesucher mit Applaus. Forstwart und Maschinist Simon Engel räumte den Waldweg mit dem Schlepper wieder frei, nicht ohne die Leistungsfähigkeit des motorisierten «Forstgehilfen» vorzustellen.
Die Jagdkunst der Vögel
Die Route führte nicht nur über befahrbare Waldstrassen, auch schmale Pfade durch den Dauerwald wurden beschritten. Doch die Mühe lohnte sich, am Waldrand, auf dem höchsten Punkt des Waldumgangs, wartete Falkner Norbert Wyssen mit Greifvögeln, darunter ein stattlicher Uhu, auf die Gesellschaft Interessierter. Während der heimische Wanderfalke in der Jagd auf Federwild eingesetzt wird, hat es der im Norden zu Hause beheimatete Gerfalke auf Haarwild abgesehen. «Die Jagd mit Falken war im Mittelalter üblich, ihren Ursprung hat sie in Zentralasien und wie so oft in der Tierwelt jagt ein Falke nur, wenn er Hunger hat», so der Falkner, der die Jagdkunst mit Vögeln seit sechs Jahren professionell betreibt.
Rehkitz-Rettung mit Drohne
Wie man Rehkitze im Frühjahr unter Einsatz von mit einer Wärmebildkamera ausgestatteten Drohne rettet, oblag Kilian Steiner von der Jagdgesellschaft Kirchleerau am letzten Posten. Zur Verpflegung der 30 Waldbesucher legten die Füürwehr Oldies «Suhrentalerli» auf den Grill vom Lindebrünneli. Für den Kirchleerauer Wald ist der Forstbetrieb Suhrental-Ruedertal zuständig. Insgesamt bewirtschaftet dieser eine Fläche von 1041 Hektaren Ortsbürgerwald und 470 Hektaren Privatwald der acht Gemeinden Hirschthal, Kirchleerau, Moosleerau, Muhen, Schlossrued, Schöftland, Staffelbach und Wiliberg.