In der ehemaligen Schalterhalle ist ein Ort der Begegnung entstanden. Hier wird in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten gesungen, getanzt, gestrickt, gelauscht, geflickt oder gespiesen.
grh. Wer zur Tür hereinkommt und sich umsieht, wird kaum fassen können, ...
In der ehemaligen Schalterhalle ist ein Ort der Begegnung entstanden. Hier wird in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten gesungen, getanzt, gestrickt, gelauscht, geflickt oder gespiesen.
grh. Wer zur Tür hereinkommt und sich umsieht, wird kaum fassen können, dass all das in einem Monat realisiert worden ist. Den Anfang bildete eine Tradition, nämlich Mira Tschänis und Michael Husmanns jährliche Ausstellung. Doch warum nicht einmal ausserhalb des Ateliers? «Ausserdem haben wir so oft darüber gesprochen, dass es schade ist, den Raum am Bahnhof ungenutzt zu lassen», erinnert sich Kathrin Jermann. Mira Tschäni macht Nägel mit Köpfen. Mit der Idee eines multifunktionalen Pop-up-Cafés kontaktiert sie SBB und Gemeinde.
Innerhalb kürzester Zeit findet ein Team zusammen. «Wir haben unglaublich viel Unterstützung erfahren.» Kathrin Jermanns Gesicht strahlt, wenn sie versucht, all die Namen aufzuzählen. «Da sind die Möbel aus dem Chrosihus oder Material aus dem «Anker» bis hin zu unzähligen Freiwilligen, die Stühle bezogen oder Wände gestrichen haben.» In der einen Ecke stehen Bücher zum Tauschen bereit. Darunter warten Spielsachen auf junge Gäste. Auf der Bar steht ein Kuchen, von dem Hungrige ein Stück zur Verpflegung erstehen können. «Auch diese Leckereien verdanken wir freiwilligem Engagement.»
Für jeden etwas
Zur Vereinfachung organisatorischer Abläufe haben die Initiantinnen und Initianten einen Verein gegründet. Dieser hat für die kommenden Wochen ein dichtes Programm zusammengestellt. Darunter ein Krimidinner, ein Tangoabend, weitere Ausstellungen oder einen Sing- und Tanzkurs für Kinder. «Es soll ein Angebot für verschiedenste Menschen und ihre individuellen Interessen sein. Darum kosten die einzelnen Anlässe möglichst wenig, sie sollen auch für knappe Budgets erschwinglich sein.»
Die Eröffnung sei sehr gut besucht gewesen. «Der Raum war eigentlich immer voll.» Wie sich das in den kommenden Wochen entwickelt, werde sich weisen. «Aber wir sind guten Mutes», erklärt Kathrin Jermann lachend. «Es ist eine fröhliche Mischung aus steter Vorfreude und kleinen Momenten Nervosität. Aber die Vorfreude überwiegt.»