Steueroptimierung – als zentraler Bestandteil Ihrer Finanz-Pensionsplanung
06.02.2025 BeromünsterEin Ruhestand in finanzieller Freiheit bedingt frühzeitige Investitionen in die Altersvorsorge. Dabei geht es nicht nur um den Vermögensaufbau, sondern auch um Steuerfragen.
Der Hauptanreiz, um in die Vorsorge zu investieren, ist klar: ein Ruhestand ohne ...
Ein Ruhestand in finanzieller Freiheit bedingt frühzeitige Investitionen in die Altersvorsorge. Dabei geht es nicht nur um den Vermögensaufbau, sondern auch um Steuerfragen.
Der Hauptanreiz, um in die Vorsorge zu investieren, ist klar: ein Ruhestand ohne finanzielle Sorgen. Die Leistungen von AHV und Pensionskasse machen in der Regel nur rund 60 Prozent des letzten Einkommens aus. Auch wenn die Ausgaben im Alter tendenziell sinken, sind etwa 80 Prozent erforderlich, um den gewohnten Lebensstandard auch nach der Pensionierung zu halten.
Wer diese Lücke schliessen will, muss selbst aktiv werden: zum Beispiel mit Einzahlungen in die Säule 3a oder freiwilligen Pensionskasseneinkäufen. Das lohnt sich nicht nur, weil dadurch Vermögen aufgebaut wird. Es hilft auch, um Steuern zu sparen.
Vorsorgevermögen clever aufbauen
Auch wenn beides steuerliche Vorteile hat: Bevor man einen Pensionskasseneinkauf in Betracht zieht, sollte man erst den Maximalbetrag der Säule 3a ausschöpfen. Oder verpasste Beiträge aus vergangenen Jahren nachholen – das ist ab dem Jahr 2026 erstmals erlaubt für im Jahr 2025 entstandene Lücken. Bei der Säule 3a ist man flexibler: Einzahlende können selbst entscheiden, wo und wie sie ihr Geld anlegen möchten – bei der Pensionskasse ist man an die Anlagestrategie der Vorsorgeeinrichtung gebunden.
Je weniger lang die Einzahlungen in der Vorsorge gebunden bleiben, desto höher ist die jährliche Rendite des Einkaufs. Und Risiken wie Umverteilung, Sanierungsmassnahmen oder Gesetzesänderungen lassen sich über einen kürzeren Zeitraum besser abschätzen.
Auch beim Bezug Steuern sparen
Gelder sollten über mehrere Kalenderjahre gestaffelt bezogen werden, denn so lässt sich die anfallende Kapitalauszahlungssteuer minimieren. Auch der Entscheid, ob das Pensionskassenguthaben als Kapital bezogen oder als Rente ausbezahlt werden soll, hat steuerliche Konsequenzen. Als Faustregel gilt hier: Wer die Rente wählt, zahlt kurzfristig weniger Steuern. Auf längere Sicht ist der Kapitalbezug steuerlich vorteilhafter.
Win-win-Situation
Das Thema Steuern wird bei der Vorsorge immer wichtiger. Das «Raiffeisen Vorsorgebarometer 2024» zeigt: Rund 60 Prozent der Befragten nennen Steuerersparnisse als wichtigen Grund, um privat vorzusorgen.
Vorsorge braucht ganzheitliche Analyse
Die Vorsorge ist individuell und es gilt persönliche Aspekte, wie die Lebenssituation oder Risikobereitschaft zu berücksichtigen.
Wer seine Vorsorgesituation optimieren will, braucht darum eine ganzheitliche Analyse, die über rein rechnerische Fragen hinausgeht.
Die richtige Lösung ist individuell
Beim einmaligen Entscheid Rente oder Kapital ist aber nicht nur das Argument Steuern wichtig. Der Entscheid muss zur individuellen Lebenssituation und der persönlichen Risikobereitschaft passen: Das bezogene Kapital sollte – wenn man es nicht für etwas anderes benötigt – angelegt werden. Das Gespräch mit ihrem persönlichen Berater/in kann helfen, die Weichen für einen Ruhestand in finanzieller Freiheit richtig – und vor allem auch rechtzeitig – zu stellen. Denn eines könne man nicht falsch machen, zu früh beginnen! Je früher man die Pensionsplanung angeht, desto vielfältiger sind die Handlungsoptionen und desto grösser ist das Steuersparpotenzial.
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