Der Landwirtschaftstag in Muhen lockte Familien auf Bauernhöfe und Extensiv-Wiese.
aw. In Muhen ist die Landwirtschaft zu Hause, einen Landwirtschaftstag zu organisieren, lag nahe. Aktuell gibt es auf der Gemeindefläche zwölf Landwirtschaftsbetriebe. ...
Der Landwirtschaftstag in Muhen lockte Familien auf Bauernhöfe und Extensiv-Wiese.
aw. In Muhen ist die Landwirtschaft zu Hause, einen Landwirtschaftstag zu organisieren, lag nahe. Aktuell gibt es auf der Gemeindefläche zwölf Landwirtschaftsbetriebe. Landwirte und die Natur- und Landschaftskommission richteten gemeinsam den Anlass aus. Auf der Tour «Vo Buur zu Buur» orientierten sich die Besuchenden an fünf Lokationen über Ackerbau von Getreide, Kartoffeln und Erdbeeren, der Saatgutproduktion von Schweizer Wiesenblumen und die Tierhaltung von Milchkühen, Schweinen und Ziegen. Wer nicht zu Fuss oder mit dem Velo die Stationen abklappern wollte, konnte in den Shuttlebus respektive das Rütihof-Taxi steigen.
Als weitere Anlaufstation galt die Grüenmatt an der Talstrasse Richtung Waldhaus. Die angelegte Extensiv-Wiese wird kaum oder nur spärlich gedüngt. Die Pflanzenvielfalt soll sich so über Jahre entfalten. Die Aufwertung durch Gebüschgruppen, Obstbäume, Stein- und Asthaufen bietet Lebensraum für Kriechtiere und Vögel. «Den Landwirten verdanken wir es, dass wir heute auf dem Biodiversitätsplatz stehen», stimmte Gemeinderat Nils Hunziker beteiligte Landwirte und Jungbauern auf den bevorstehenden Landwirtschaftstag ein.
«Man kennt sich im Dorf und sagt «Guten Tag», wenn man sich begegnet, das ist an anderen Orten nicht immer so», beschreibt die Müheler Gepflogenheiten Nils Hunziker, der gleichzeitig auch der Natur- und Landschaftskommission vorsteht. Einfach haben es die Landwirte heutzutage nicht, «Die Bauern versuchen einen Spagat zwischen Nahrungsmittelproduktion und Biodiversität», so der Präsident des Landwirtschaftstages Thomas Anliker zur aktuellen Situation. Die Politik im Dorf spielt immer auch eine Rolle. «Der Gemeinderat muss die Landwirte verstehen, und diese den Gemeinderat», klärt Gemeindeammann Andreas Urech das Zusammenspiel zwischen Politik und Landwirtschaftsbetrieb auf. Der Rat redet mit, wenn es um Neuverpachtung der vorhandenen 17 Hektaren Landwirtschaftsflächen geht.
Alle beteiligten Höfe am Müheler Landwirtschaftstag boten eine Festwirtschaft auf. Bratwurst und Pommes neben Kühen und Pferden zu geniessen, hatte seinen Reiz - genauso wie das Ackersurfen und Milchkannenmemory, Ponyreiten für die Kinder oder Platz auf einem landwirtschaftlichen Fahrzeug nehmen.