Nachhaltiges Projekt ist in Planung
22.05.2025 KirchleerauDas Schulhaus Kirchleerau wurde 1923 gebaut, 1960 folgte der Bau der Turnhalle. Renovationen liegen Jahre zurück. Ein Gesamtkonzept für eine umfassende Sanierung wird nun in die Wege geleitet. Ein Neubau wird nicht in Betracht gezogen, das Schulhaus soll in seiner bisherigen ...
Das Schulhaus Kirchleerau wurde 1923 gebaut, 1960 folgte der Bau der Turnhalle. Renovationen liegen Jahre zurück. Ein Gesamtkonzept für eine umfassende Sanierung wird nun in die Wege geleitet. Ein Neubau wird nicht in Betracht gezogen, das Schulhaus soll in seiner bisherigen Form erhalten bleiben.
st. Das über hundert Jahre alte Schulhaus Kirchleerau ist ein markanter Bau, der auch weiterhin das Dorfbild prägen soll. Zum Informationsmorgen am vergangenen Samstag erschienen deshalb nicht nur jüngere Menschen, deren Kinder direkt betroffen sein dürften, sondern auch ältere Semester, für die das Schulhaus nicht nur Geschichte ist, sondern ein Ort, wo Geschichten erlebt wurden. So erzählte zum Beispiel ein Rentner, dass zu seiner Schulzeit einmal im Monat im Keller geduscht werden musste. Jedes Schulkind hatte dazu seinen Badeanzug mitzubringen. Am Informationsanlass ging es jedoch um die Zukunft, denn sowohl Kirchleerau als auch Moosleerau wachsen moderat, es gilt, genügend zeitgemässen Schulraum bereit zu halten.
Umfassende Renovationen sind unumgänglich
Der Kirchleerauer Vizeammann, Fabian Müller, gab eine Grobübersicht. Das 1923 erbaute Schulhaus erfuhr in den letzten Jahren kaum Renovationen. Unterhaltsarbeiten wurden nur wo nötig ausgeführt. Das Haus ist nicht behindertengerecht gebaut, Wassereintritt in die Schulräume ist ein Problem. Das Haus weist brandschutztechnische Mängel auf, und das Fluchtwegkonzept entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Davon betroffen ist auch die Turnhalle. Wenn da nichts getan wird, darf die Halle bald nur noch von höchstens 100 Leuten gleichzeitig betreten werden. Anlässe wie Schulschlussfeiern, Fondueplausch, Turner-Abende und ähnliche Veranstaltungen dürften in Zukunft nicht mehr durchgeführt werden.
Das Grobkonzept
Der Gemeinderat hat mit dem Architekten Daniel Lischer, as zwöi gmbh, ein Grobkonzept erarbeitet. Danach würde, mit hoher Flexibilität aller Beteiligten, kein Provisorium erforderlich sein. Das Schulhaus soll für die nächsten 30 Jahre wieder fit gemacht werden! Die Kinder sollen auch künftig die Möglichkeit haben, in den Gemeinden Kirchleerau und Moosleerau den Kindergarten sowie die Primarschule zu besuchen, bei bestmöglicher Nutzung der Räumlichkeiten. Optionen sollen geschaffen werden, um einen allfälligen Ausbau der Schule realisieren zu können, sowie um zukünftig weitere Angebote wie Mittagstisch, Tagesstrukturen oder vorschulische Betreuung realisieren zu können. Nötige Sicherheitsmassnahmen werden umgesetzt, zur Sicherheit der Schulkinder, der Vereine und weiterer Nutzer.
Eine Baukommission wurde ins Leben gerufen. Vorerst gehören ihr folgende Personen an: Der Architekt Daniel Lischer, Gemeinderat Kirchleerau, Ressort-Verantwortlicher Fabian Müller, Gemeindeschreiber Kirchleerau, Manuel Bolt, Finanzkommission Kirchleerau, Yvo Laib, Schulleitung Kreisschule Leerau, Barbara Scheuzger-Dätwyler, Vertreterin der Lehrerschaft, Regula Gaberthüel, sowie der Hausdienstleiter Schule Kirchleerau, Thomas Müller.
Die gesamte Sanierung soll mit Steuergeldern finanziert werden, was eine Erhöhung des Steuerfusses per 1. Januar 2026 (um drei Prozent) auf neu 126 Prozent erforderlich machen wird. Selbstverständlich werden, wo immer möglich, Förderbeiträge beantragt. Und möglicherweise kommt gemäss Gemeindeammann Erich Hunziker der Finanzausgleich zum Tragen bei diesem hohen Steuerfuss.
Sportlicher Terminkalender
Von Mai bis August 2025 werden zusätzliche Abklärungen durch «as zwöi gmbh» und den Gemeinderat, durchgeführt. Dazu gehören zum Beispiel eine digitale Bestandesaufnahme, Statik, Elektro, Schadstoff-Analyse im Turnhallengebäude. Anschliessend: Prüfung Ideen und Vorschläge Bevölkerung, Vereine, Lehrpersonen und SchülerInnen. Dem Gemeinderat ist es besonders wichtig, die gesamte Bevölkerung in die Planung mit einzubeziehen.
Im Oktober 2025 folgt eine 2. Infoveranstaltung (rund vier bis sechs Wochen vor der Winter-Gemeindeversammlung).
28. November 2025: Abstimmung über Ausführungskredit anlässlich der Wintergmeind.
Frühestens Sommer 2026: Beginn der Sanierungsarbeiten (bei Annahme des Kredites). Dauer des Umbaus: Rund acht bis zwölf Monate.


