Die Freude auf das grosse Dorffest
19.06.2025 Suhren-/Rueder-/Uerkental, UerkheimDie 29 (von 1058) anwesenden Stimmberechtigten haben anlässlich der Gemeindeversammlung alle Traktanden grossmehrheitlich durchgewunken. Der neue Betriebsleiter Gemeindebauamt konnte vorgestellt werden. Nun fiebert die ganze Gemeinde auf das Dorffest hin, das vom 27. bis 29. Juni ...
Die 29 (von 1058) anwesenden Stimmberechtigten haben anlässlich der Gemeindeversammlung alle Traktanden grossmehrheitlich durchgewunken. Der neue Betriebsleiter Gemeindebauamt konnte vorgestellt werden. Nun fiebert die ganze Gemeinde auf das Dorffest hin, das vom 27. bis 29. Juni magische Momente bescheren wird.
st. Gemeindeammann Herbert Räbmatter konnte lediglich ein kleines Häufchen zur Gemeindeversammlung begrüssen, das herrliche Vorsommerwetter war wohl den meisten zu warm und zu verlockend, um sich für eine Stunde in die Turnhalle zu setzen. Mit ein paar eindrücklichen Worten wies er auf das aktuelle Weltgeschehen hin mit seinen vielen Konflikten, die zu eskalieren drohen. Mit der Hoffnung auf etwas Beruhigung in den kommenden Monaten forderte er dazu auf, wenigstens in unseren Kreisen Sorge zueinander zu tragen und zu versuchen, Probleme mit Besonnenheit anzugehen und nicht gleich mit den Säbeln zu rasseln. Eine kurze Schrecksekunde rief er hervor, als er verkündete, «dies ist mein letzter Auftritt als Gemeindeammann an einer Gemeindeversammlung!» Ein Raunen ging durch die Reihen. Nach lediglich 19 ½ Jahren gibt man doch nicht auf! «Das nächste Mal werde ich als Gemeindepräsident vor Euch auftreten!»
Zu den Traktanden
Nach der Genehmigung des Protokolls orientierte Herbert Räbmatter über den Rechenschaftsbericht, der nicht im üblichen Sinne abgefasst ist. Auf viel Zahlenmaterial wird absichtlich verzichtet, aber es wird aufgezeigt, was wirklich geleistet wird das ganze Jahr hindurch. Auch seine Ausführungen über die Jahresrechnung hielt er erfrischend kurz, obwohl die Rechnung 2024 mit einem Aufwandüberschuss von 215’600 Franken (Budget 43’345 Franken) abschliesst. Das negative Ergebnis ist vor allem auf jene Kosten zurückzuführen, die nicht beeinflusst werden können. Markante Mehrkosten waren bei der Pflegefinanzierung, im Sozialbereich und bei den Schulgeldern Berufsschule zu verzeichnen. Mit dem stetigen Wachstum der Gemeinde rechnet Räbmatter damit, dass das Steuereinkommen dem aktuellen Negativtrend entgegen halten kann. Bei den beeinflussbaren Kosten wurde das Budget mehrheitlich eingehalten. Die Wasserwerke, Abwasserbeseitigung und Abfallwirtschaft erzielten alle Ertragsüberschüsse, sodass keine Gebührenerhöhung zu erwarten ist.
Kreditabrechnung und Kreditbegehren
Gemeinderat Roland Benz referierte über die Kreditabrechnung «Einbau Siebrechen beim Regenrückhaltebecken ARA Uerkheim». Am 14. Juni 2020 wurde dafür ein Kredit von 130’000 Franken gesprochen. Das Werk konnte mit einer Kreditunterschreitung von 300 Franken abgerechnet werden.
Für den neuen Gemeinderat Jörg Veil war der Auftritt an der Gemeindeversammlung eine Premiere, er beantragte einen Verpflichtungskredit von brutto 380’000 Franken für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland (Gesamtrevision Bau- und Nutzungsordnung). Mit dieser Totalrevision sollen in einer ersten Phase im Rahmen einer konzeptionell ausgerichteten Leitbildphase die aktuellen Ziele und Bedürfnisse der Gemeinde erarbeitet und festgelegt werden, wobei die angestrebte Gemeindeentwicklung mit einzubeziehen sei. Vorgegangen wird in fünf Phasen. Die Abläufe der Phasen 3 bis 5 im formellen Verfahren sind abhängig von Dritten, bzw. externen Faktoren wie kantonale Behörden und Bevölkerung. Im Weiteren stellte Veil die Finanzplanung und die Folgekosten (jährlich rund 41’000 Franken) vor. Die Phasen 1 bis 2 dürften zirka 26 bis 35 Monate in Anspruch nehmen, die Phasen 3 bis 5 weitere zirka 16 bis 24 Monate. Für die Entwicklung von Uerkheim ist diese Revision von grosser Bedeutung. Der Kredit wurde mit 20 Ja-Stimmen bewilligt.
Gemeinderat Roland Benz stellte ein weiteres Verpflichtungskreditbegehren vor: Brutto 380’000 Franken für die Umsetzung von Massnahmen in Sachen Genereller Entwässerungsplan (GEP); Zustandserfassung und Ortung der Liegenschaftsentwässerung auf der Basis von Kanalfernsehaufnahmen. Benz ging nach Ausgangslage und Projektumsetzung auf den Umfang des Projekts und die umzusetzenden Massnahmen ein. Auch hier ist mit jährlichen Folgekosten von zirka 60’000 Franken zu rechnen. Nach kurzen Diskussionen betreffend Folgen für die Liegenschaftseigentümer wurde aber auch dieser Brocken mit 15 Ja-Stimmen geschluckt. Die Umsetzung wird zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen.
Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden
Die Gemeinderäte Wiliberg, Bottenwil und Uerkheim treffen sich jährlich zum Austausch unter den Räten. Vorhandene Zusammenarbeiten und gemeinsame Projekte können so konstruktiv und auf kurzem Wege besprochen werden. Dieses Jahr wurde über zukünftige Zusammenarbeitsmöglichkeiten gesprochen. Aufgrund eines Zeitungsartikels der SVP Uerkental wurde das Thema an die Öffentlichkeit getragen. Die verschiedenen Räte werden nun mögliche Formen der Zusammenarbeit finden. Zur Zeit ist jedoch völlig offen, wohin der Weg führt. Eine mögliche Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen oder gar eine Tal-Fusion sollen weiter verfolgt werden. Dazu, so Räbmatter, braucht es ein Statement von allen drei Gemeinden. Die Räte werden sich in der nächsten Sitzung damit befassen.
Neue Personalsituation
Werner Siegrist, Hauswart und Brunnenmeister, wird Ende Oktober in den wohlverdienten Ruhestand treten. Hannes-Martin Wilhelm amtiert neu als Betriebsleiter. Ebenfalls wird Marc Bolliger als neue Kraft im Gemeindebauamt eingestellt.
Schliesslich warf Gemeinderat Markus Bäni einen Blick auf das Programm des Jugend- und Dorffestes, das am Wochenende vom 27. bis 29. Juni der Bevölkerung auf dem Dorfplatz magische Momente bieten wird.


