Wenn Vögel Geschichten erzählen
21.08.2025 SeengenNach der erfolgreichen Erstaufführung im vergangenen Jahr geht das Theater «Vogellisi» auf dem Eichberg in Seengen heuer in die zweite Runde. Beinahe das gesamte Ensemble konnte wieder verpflichtet werden und präsentiert erneut ein gelungenes ...
Nach der erfolgreichen Erstaufführung im vergangenen Jahr geht das Theater «Vogellisi» auf dem Eichberg in Seengen heuer in die zweite Runde. Beinahe das gesamte Ensemble konnte wieder verpflichtet werden und präsentiert erneut ein gelungenes Stück.
mek. Das «Vogellisi» auf dem Eichberg war bereits im letzten Jahr ein Publikumsmagnet. Da das Stück bereits auf viele positive Reaktionen stiess, wurde für die zweite Durchführung nicht zu viel geändert, erklärt Regisseur Rolf Sommer. «Es sind vor allem subtile Veränderungen. Details, die wir im Endprobenstress im letzten Jahr nicht mehr angepasst hatten», erzählt er. Was sich aber geändert hat, ist die Besetzung zweier Rollen. Während ein grosser Teil der Originalbesetzung wieder mitmacht, musste die Rolle der Erzählerin und diejenige von Herr Stücheli mit neuen Personen besetzt werden. «Das Auswechseln dieser Schauspieler ist sehr gut gegangen», meint Rolf Sommer. Ganz besonders: Mit Erich Niederberger, der die Rolle von Herr Stücheli übernimmt, ist nun eine ganze Familie Teil des Casts vom «Vogellisi». Tochter Sophie Niederberger verkörpert nämlich die Hauptrolle, während ihre Mutter Sabine Niederberger die Mutter von Vogellisi spielt.
«Wir sind alle mega happy, dass wir es wieder machen dürfen», sagt Rolf Sommer kurz vor der Generalprobe. Diese Freude merkt man den Schauspielern auch an. Von Beginn an verkörpern sie ihre Rollen voller Enthusiasmus und entführen die Zuschauerinnen und Zuschauer in eine Welt, die unserer nicht fremd ist, aber trotzdem anders. Untermalt werden die Szenen durch ein talentiertes Musikensemble. Mit der bekannten «Vogellisi»-Melodie, die immer wieder auftaucht und anderen, szenisch passenden Klängen verstärken sie das Freilichttheater.
Viel Gelächter dank der Trudle
Dass es im Publikum einige Lieblingsrollen gibt, wird bei der Aufführung schnell klar. Neben den Hauptrollen Vogellisi und Karl-Josef (gespielt von Dennis Erci) ist die Figur der Trudle (Eliane Fey) mit Abstand diejenige, die für am meisten Begeisterung sorgt. Dies liegt nicht nur an der quirligen Art der Figur, sondern auch an der Art und Weise, wie Eliane Fey sie verkörpert. Es gibt keinen Auftritt der Trudle, die nicht mit einem Lacher verbunden ist. Am Ende des Stücks muss Trudle nur die Bühne betreten und das Gelächter hat das Publikum bereits erfasst. Aber auch die anderen Schauspielerinnen und Schauspieler leisten hervorragende Arbeit. Egal wie gross oder klein die Rolle auch ist, alle geben ihr Bestes und schaffen es, eine zusammenhängende und harmonische Welt zu erschaffen, die dieses Stück trägt.
Das Freilichttheater auf dem Eichberg ist wie bereits im vergangenen Jahr schon jetzt komplett ausverkauft. Bei diesen Leistungen aller involvierter Personen verwundert dies nicht. Pläne für ein anderes Stück im Freilichttheater Seetal gibt es noch keine konkreten. OK-Mitglied Jürgen Sahli gibt in seiner Ansprache an der Generalprobe aber ein kleines Geheimnis preis: Man möchte gerne eine neue Eigenproduktion auf die Beine stellen. Wann dies genau ist, gibt er aber noch nicht preis. Regisseur Rolf Sommer wäre auch gerne dabei. «Es wäre mir eine Ehre», betont er. So können alle, die es auch diesmal nicht geschafft haben, ein Ticket zu ergattern, auf die Zukunft und vielleicht gar ein neues Stück hoffen.



