130 Kinder auf einer Bühne
04.09.2025 Suhren-/Rueder-/Uerkental, KirchleerauVergangenes Wochenende wurde gross gefeiert im Ruedertal. Passend zum stolzen Jubiläumsjahr der Gemeinde Kirchleerau präsentierte die Kreisschule Leerau eine ebenso beachtliche Darbietung. 130 Kinder spielten am Freitag zusammen das Musical-Theater «Ronja ...
Vergangenes Wochenende wurde gross gefeiert im Ruedertal. Passend zum stolzen Jubiläumsjahr der Gemeinde Kirchleerau präsentierte die Kreisschule Leerau eine ebenso beachtliche Darbietung. 130 Kinder spielten am Freitag zusammen das Musical-Theater «Ronja Räubertochter» und begeisterten rund 800 Zuschauer.
jaf. Das bevorstehende Musical der Kreisschule Leerau zog am Freitagabend eine grosse Besucherschar ins Festzelt. Eine Holzkonstruktion, inspiriert vom Freilichttheater Vogellisi, wie die Schulleiterin Barbara Scheuzger-Dättwyler im Verlauf des Abends verriet, zierte die Bühne. Es war noch lange vor Aufführungsbeginn, doch die besten Plätze waren längst besetzt. Nahezu im Minutentakt füllte sich eine weitere Festbankreihe nach der anderen mit neugierigen Zuschauerinnen und Zuschauern.
Im Zelt war ein typischer Geruchsmix aus frischen Holzschnitzeln und von Sonne erwärmtem Plastik wahrzunehmen. Die gute Stimmung der Besucher liess den Geräuschepegel in die Höhe schnellen, wie es zu einem gelungenen Dorffest eben dazu gehört. Dazwischen schlichen sich die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler in ihren liebevoll gefertigten Kostümen, geschminkt und mit einem freudestrahlenden Lächeln durch die Besuchermenge Richtung Bühne.
Dann war es endlich so weit. Nach der Ansprache der Schulleiterin Barbara Scheuzger-Dättwyler ertönte die Musik und die Kinder positionierten sich zielgerichtet auf der Bühne. Es folgte eine Stunde herzerwärmendes und kurzweiliges Entertainment. Die mutige Räubertochter Ronja freundet sich im Stück mit dem jungen Birk an, welcher zur verfeindeten Räuberbande gehört. Zum Missfallen ihrer Familien erkunden sie gemeinsam den Wald und erleben Abenteuer. Eine lebhafte Geschichte, bei welcher die jungen Darstellerinnen und Darsteller ihr Können in einem bunten Mix aus Theaterszenen, Tanzeinlagen, Chorgesang und Solos präsentierten. Dazu bot die Orchestergruppe von Dritt- bis Sechstklässlern die musikalische Begleitung. Fasziniert verfolgte die Zuschauerschaft das Theaterspektakel und spekulierte darüber, welch grosse Vorbereitungen eine solche Aufführung von den Mitwirkenden vorab bedurfte.
Diese begannen bereits im April mit der Projektwoche, wie Barbara Scheuzger-Dättwyler mitteilte. Mit viel Einsatz wurde gemalt, gebastelt und einstudiert. Die Holzkonstruktion für das Bühnenbild wurde von der Zimmerei Brunner gefertigt und bot den Schülerinnen und Schülern vorab auf dem Schulgelände die Möglichkeit zu proben. Intensive Wochen, in denen gebastelt, einstudiert, gelernt und gesungen wurde, folgten. Ein Einsatz der schlussendlich nicht nur das Publikum bereicherte. Sichtlich mit Stolz erfüllt zeigten die Kinder, was in ihnen steckt und das Resultat war beeindruckend, wie auch Stimmen aus dem Zuschauerraum bekundeten. «Diese Disziplin der Kinder, die es braucht, um ein solches Theaterstück aufzuführen, ist schon gewaltig», sagte ein Zuschauer imponiert.
Das Ende der Aufführung nahte mit der wunderbaren Erkenntnis, dass Zusammenhalt und Vertrauen wichtiger sind als Streitigkeiten. Fröhlich und erleichtert über die gelungene Aufführung flitzten die Kinder zum Schluss von der Bühne durchs Publikum, bevor sie zurückkehrten, um sich den wohlverdienten Applaus vom Publikum abzuholen. Ein tosender Jubel hallte durchs Festzelt, es folgte die Dankensrede und die Übergabe von Präsenten an die Mitwirkenden. Als Überraschung verkündete die Schulleiterin Barbara Scheuzger-Dättwyler den Kindern den Erhalt eines Jetons für den Lunapark. Der tosende Jubel wechselte schlagartig vom Publikumsraum auf die Bühne, wo die Kinder ihre Freude lautstark zum Ausdruck brachten. Eine schlichtweg bravouröse Leistung der Kinder, die mit ihrem Mut, Kreativität und Einsatz die Herzen des Publikums berührten.
Auf dem Festgelände
Es dauerte nicht lange, da wurde der Lunapark von den Kindern in Beschlag genommen. Nebenan füllten sich die verschiedenen Beizlis mit hungrigen Gästen. In der Turnhalle blieb die Fotoausstellung spontan länger als geplant offen, denn immer wieder fanden neue Geschichtsinteressierte den Weg in die Halle. Bereits der erste Abend des dreitägigen Festes zeigte sich als voller Erfolg und die stetig dazukommenden Gäste fanden auf dem Festgelände stets noch ein gemütliches Plätzchen.




