Zusammen mit seinem Team bearbeitete Forstbetriebsleiter Markus Steiner die Themen «Jagd und Waldbau» am Umgang mit Start und Ziel am Forsthaus Kreuzwegen.
aw.Wertvolles Holz nach dem Dauerwaldprinzip produzieren, ist das Gebot des Forstbetriebs ...
Zusammen mit seinem Team bearbeitete Forstbetriebsleiter Markus Steiner die Themen «Jagd und Waldbau» am Umgang mit Start und Ziel am Forsthaus Kreuzwegen.
aw.Wertvolles Holz nach dem Dauerwaldprinzip produzieren, ist das Gebot des Forstbetriebs Uerkheim-Bottenwil. Vorteile sind der geringe Pflegeaufwand und das hervorragende Bestandsklima. Den Wald natürlich hochbringen. Dazu gehört der Schutz gegen Wildverbiss bei Setzlingen. In jüngster Zeit verwendet der Forstbetrieb Holzwachshüllen mit Baumwollstoff. Sie sind zwar kostspieliger als Baumstecken, verrotten aber nach einigen Jahren und verseuchen den Waldboden nicht mit Mikroplastik wie Kunststoffrohre. Als alternative Methode hat sich das Besprühen der Nadelbaumspitzen mit blauem Farbstoff herausgestellt, weisse Farbe zeigte keine Wirkung. «Im Wald muss man immer etwas ausprobieren», kommentierte Markus Steiner die Farbschutzmethode. Erfolg stellt sich oft erst langfristig ein.
Für die Spechte
Biodiversität mit verschiedenen Laub- und Nadelhölzern sorgt für einen gesunden Wald. Linden und Hagebuche zählen zu den bodenverbessernden Baumarten. In einer Fichte mit abgebrochener Spitze nisteten sich Schwarzspechte ein. Der stattliche Baum wäre «fällig» gewesen, doch die Spechte erhielten Schonfrist. «Wir wollen die Spechte nicht obdachlos machen», meinte Markus Steiner zur Lebensraumsicherung der Spechte.
Sinn und Nutzen
Bestandsregulierung und Pflege der Lebensräume tragen zum Erhalt der Artenvielfalt auch bei Wildtieren bei. Daniel Hürzeler, Präsident der Jagdgesellschaft Uerkheim-Neudorf, referierte über Sinn und Nutzen der Jagd in seinen 187 Hektaren umfassenden jagdbaren Revier. Auch Rehkitzrettung – effektiver Weise mit Drohnenunterstützung – und «Erste Hilfe» bei Wildtierunfällen gehören zu den weidmännischen Aufgaben. Sollte es zu einem Unfall mit Wildtieren kommen, ist die Polizei unverzüglich zu verständigen. Diese ruft den Wildtierhüter zum Unfallort, um im Notfall ein verletztes Tier zu erlösen.
Der Forstbetrieb Uerkheim-Bottenwil muss sich einen neuen Betriebsleiter suchen, sofern Markus Steiner am 28. September in seiner Wohngemeinde Oftringen zum Gemeindeammann erkoren wird. Der für das Ressort zuständige Uerkner Gemeinderat Markus Bäni sieht der «Gefahr» offenen Auges entgegen, denn die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Steiner gewählt und das Vollzeitamt antreten wird.