Bits, Bytes und Bratwurst
30.10.2025 SchöftlandDigitalisierung ist das Gebot der Stunde für unzählige Betriebe. Doch wie geht man diese an? Was genau ist für meinen Betrieb sinnvoll und wo sind die Anlaufstellen? Diese und weitere Fragen erörterte der Netzwerk- und Infoanlass des Regionalverbands Suhrental von ...
Digitalisierung ist das Gebot der Stunde für unzählige Betriebe. Doch wie geht man diese an? Was genau ist für meinen Betrieb sinnvoll und wo sind die Anlaufstellen? Diese und weitere Fragen erörterte der Netzwerk- und Infoanlass des Regionalverbands Suhrental von vergangener Woche.
Der Anlass in der Aula Schöftland, zu dem der Regionalverband Suhrental in Zusammenarbeit mit der Standortförderung des Kantons Aargau eingeladen hatten, hatte zum Ziel, «das digitale Potenzial des eigenen Unternehmens zu entfesseln.» Doch das ist leichter gesagt als getan. Viele sehen zwar, dass es in Sachen Digitalisierung einiges zu tun gibt, nur fehlt das Wissen, wie sinnvoll vorzugehen ist. Erste Hilfen dazu präsentierte Raphael Graser, Projektleiter Standortentwicklung der kantonalen Standortförderung. Hier finden Unternehmen im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) 2024-2027 Unterstützung in verschiedensten Bereichen, etwa der Erschliessung des Potenzials ländlicher Räume, bei der Förderung unternehmensübergreifender Vernetzung und Kooperationen oder bei der Entwicklung von Arealen und Flächen in Arbeitszonen. Digitalisierung ist dabei ein Querschnittthema, das für all diese Bereiche oder Projekte relevant ist. Als Beispiel nannte Graser die KMU Service-Line als unkomplizierte Anlaufstelle sowie die Fachkräfte- und Image-Plattform Work Life Aargau, auf der sich aufgeschlossene Unternehmen den passenden Fachkräften präsentieren können.
KMU-DigitalScan liefert Erkenntnisse
Anschliessend stellte Technologieund Innovationsexperte Bernhard Isenschmid das Hightech Zentrum Aargau vor. Dieses fungiert unter anderem als Bindeglied zwischen den Unternehmen und dem immensen Wissensschatz in den Hochschulen.
Ausserdem stellte Isenschmid den KMU-DigitalScan vor, eine Dienstleistung, mit der anhand eines Online-Fragebogens das Digitalisierungs-Potenzial eines Unternehmens analysiert wird. Als Isenschmid einige der Fragen auf der Leinwand zeigte, sah man bei verschiedenen Teilnehmenden Kopfnicken oder hochgezogene Augenbrauen als Zeichen, dass wohl so einige einen wunden Punkt in ihrem Unternehmen erkannten.
Anschauungsunterricht aus erster Hand
Ein Praxisbeispiel lieferte Thomas Kaspar, Geschäftsleiter der Aarauer Schlüssel Informatik AG, der aufzeigte, wie der KMU-DigitalScan selbst in einer IT-Firma Potenzial aufdeckte. Und Mathias Müller, Geschäftsleiter der in Schöftland domizilierten m2apla GmbH erklärte anhand von konkreten Beispielen, wie mit verhältnismässig kleinem Aufwand in verschiedenen Unternehmen Optimierungsprozesse erarbeitet und umgesetzt wurden.
Der Anlass in Schöftland hat den Teilnehmenden verschiedene Anlaufstellen aufgezeigt und bestimmt Mut gemacht, das Thema Digitalisierung ernsthaft anzugehen. Zum Abschluss gab es dann aber eine − zum Glück völlig analoge − Bratwurst.
Roland Marti


