Wo sich Tradition und Heimatliebe optimal vereinen
13.11.2025 Suhren-/Rueder-/Uerkental, KöllikenDer Jodlerklub Kölliken führt sein Jahreskonzert alternierend in Kölliken und Schlossrued durch. Dieses Jahr füllte sich die Mehrzweckhalle Kölliken fast bis zum letzten Platz. Neben dem Jodlerklub und seinen Kleinformationen trat die Trachtengruppe ...
Der Jodlerklub Kölliken führt sein Jahreskonzert alternierend in Kölliken und Schlossrued durch. Dieses Jahr füllte sich die Mehrzweckhalle Kölliken fast bis zum letzten Platz. Neben dem Jodlerklub und seinen Kleinformationen trat die Trachtengruppe Ennetbürgen zusammen mit dem Handorgelduett «Gheerfällig» auf, eine Mischung, die beim volkstümlich orientierten Publikum bestens ankam.
Vorab mal sind die Auftritte des Jodlerklubs Kölliken mit seinen vier Jodlerinnen – Alexandra war zum ersten Mal mit dabei –, aber auch der Trachtentanzgruppe eine echte Augenweide. Die Nidwaldner Trachten sind etwas ganz Besonderes, und es war ein Herzenswunsch der Kölliker Solojodlerin Regula Kiechle, diese einmal nach Kölliken zu bringen. Dies ermöglichte ihr nämlich, die Tracht ihrer Grossmutter aus dem Schrank zu holen. Zwar war das Herrichten auf Regulas zierliche Grösse bereits eine Herausforderung für die Trachtennäherin, aber auch das Anziehen der Tracht erfordert ein regelrechtes Drehbuch, bis alles am richtigen Platz fest sitzt. Das Resultat – die Kombination der Stoffe, Seide und Baumwolle sowie der aufwändige Schmuck – ist überwältigend.
Herzblut ist immer dabei
Mit «Zäme stah» von Heinz Güller startete der Jodlerklub den Abend, nachdem das Handorgelduett «Gheerfällig» die eintretenden Gäste beschwingt begrüsst hatte. «Zäme stah» ist auch das Motto der gesamten Jodlerfamilie, was sich dann ganz am Schluss des Konzertes mit dem gemeinsam gesungenen «Steinmanndli-Juiz» und «Dini Seel ä chli la bambälä la» offensichtlich machte. Alle Jodler aus dem Saal, inklusive des Jodlernachwuchses, drei Mädchen und zwei kleine Buben, die kräftig – letztere die Hände in den Taschen – mitsangen.
Lieder und wirbelnde Klänge
Nach dem ersten Lied ging es Schlag auf Schlag, charmant angekündigt von Milena Dätwyler, ebenfalls in einer schönen Tracht mit entsprechender Zöpfchenfrisur. Nach «Häb Freud am Läbe» von Ernst Sommer wirbelten die Damen und Herren der Trachtengruppe Ennetbürgen über die Bühne, zu den Klängen von «Gheerfällig». Ihre verschiedenen und höchst temperamentvollen Auftritte während des ganzen Abends wurden regelrecht bejubelt. Passend dazu sang Regula, in Akkordeonbegleitung des Chorleiters Martin Flury, den «Älplertanz» von Emil Grolimund und setzte mit dem «Breitmatt Jutz» noch einen drauf, bevor die Trachtengruppe mit Löffle, Chneble und Chlatsche weitermachte. «Wei no chli bliebä» von Ruedi Bieri forderte das Publikum auf, nach der Pause zurück zu kommen. Die Verbundenheit der Kölliker Jodler zu Schlossrued manifestierte sich in der Tatsache, dass der TV Schlossrued für den Service im Saal verantwortlich war und diese Aufgabe vorbildlich und mit Charme erfüllte.
Noch und noch Zugaben
«Üse Chirschboum» von Miriam Schafroth und «Dr Bärgbach» von Ernst Sommer waren weitere Lieder des Jodlerklubs. Der «Weidbode-Jutz» von Roger Stadelmann erforderte vehement eine Zugabe, die mit «Es Wätter chunnt» mit viel Dramatik erfüllt wurde. Dazwischen erklang «Mis Cherli» von Ruedi Renggli, gesungen von Catherine Graf und Helene Wagner-Dahinden, begleitet von Martin Flury am Akkordeon. Als Zugabe boten sie «Mis Bärgheimetli» dar. Und dann erfolgte der letzte Höhepunkt des Abends mit dem Auftritt des «Gesamtchors». Bei den Jodlern ist der Abend damit noch lange nicht vorbei. Auch beim anschliessenden Tanz mit der Tanzkapelle «Gheerfällig» gab es wieder bunte Trachten zu entdecken.
Frieda Steffen




