Neues Gesicht im Rickenbacher Gemeinderat
29.01.2026 Michelsamt, RickenbachAndreas Wermelinger übernimmt das Ressort Bau + Infrastruktur im Gemeinderat Rickenbach. Im Interview spricht Andreas Wermelinger über seinen beruflichen Hintergrund, seine Motivation und seine Ziele im neuen Amt.
(Mitg.) Ab 1. April verstärkt Andreas Wermelinger (parteilos) ...
Andreas Wermelinger übernimmt das Ressort Bau + Infrastruktur im Gemeinderat Rickenbach. Im Interview spricht Andreas Wermelinger über seinen beruflichen Hintergrund, seine Motivation und seine Ziele im neuen Amt.
(Mitg.) Ab 1. April verstärkt Andreas Wermelinger (parteilos) den Gemeinderat von Rickenbach. Der 42-Jährige wurde am 19. Januar in stiller Wahl gewählt. Er übernimmt das Ressort Bau und Infrastruktur und folgt damit auf Thomas Zettel.
Andreas Wermelinger, Sie sind neu im Gemeinderat von Rickenbach. Wer sind Sie?
Andreas Wermelinger: Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern im Primarschulalter. Beruflich bin ich Mitinhaber und Mitglied der Geschäftsleitung der Erni Gruppe in Schongau, wo ich die Sparte Holzbau leite. Seit über 20 Jahren arbeite ich in diesem Unternehmen und war dabei in verschiedenen Funktionen auf dem Bau, in der Projektleitung und in der Unternehmensführung tätig.
Ihr beruflicher Weg ist stark vom Bauwesen geprägt. Welche Ausbildungen bringen Sie mit?
Ich bin gelernter Zimmermann und habe mich zum Techniker HF Holzbau weitergebildet. Ergänzend habe ich ein Executive-MBA-Studium in Management und Leadership absolviert. Diese Kombination aus Praxis, Technik und Führung hilft mir, technische, wirtschaftliche und organisatorische Fragestellungen ganzheitlich zu betrachten.
Sie leben seit 2014 in Rickenbach. Was hat Sie hierhergeführt?
Wir haben uns bewusst für Rickenbach als Wohnort entschieden. Das ländliche Umfeld, die gute Infrastruktur, die Schulen und das aktive Dorfleben haben uns überzeugt. Ich bin in Sursee aufgewachsen, heute fühlen wir uns in Rickenbach sehr zuhause.
Politisch sind Sie bisher kaum in Erscheinung getreten. Welche Erfahrungen bringen Sie dennoch mit?
Ich war von 2018 bis 2025 Mitglied der Ortsplanungskommission. Diese Zeit hat mir einen guten Einblick in kommunale Planungsprozesse und politische Abläufe gewährt, auch wenn ich bisher kein öffentliches Amt innehatte.
Was hat Sie dazu bewogen, für den Gemeinderat zu kandidieren?
Die Kandidatur erfolgte auf Anfrage. Ich habe mir die Entscheidung gut überlegt. Mich reizen die Verantwortung und die Möglichkeit, auf Gemeindeebene konkret etwas zu bewirken.
Sie übernehmen das Ressort Bau + Infrastruktur. Welche Schwerpunkte setzen Sie?
Ich trete ein gut geführtes Aufgabenfeld an. Mir ist wichtig, Bewährtes weiterzuführen und Entscheide fundiert sowie praxisnah zu treffen. Sorgfältige Analysen, klare Entscheidungsprozesse und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Regulierung und Handlungsspielraum stehen für mich im Zentrum. Die Arbeit meines Vorgängers bildet dafür eine solide Grundlage.
Wie verstehen Sie die Zusammenarbeit im Gemeinderat?
Fairness, sachliche Diskussionen und ein respektvoller Umgang sind mir sehr wichtig. Unterschiedliche Standpunkte gehören zur Politik dazu. Entscheide sollen gemeinsam getragen werden, und Kritik verstehe ich als Chance, Dinge konstruktiv weiterzuentwickeln.
Was bietet Ihnen neben Beruf und Politik Ausgleich?
Meine Familie steht für mich klar im Mittelpunkt. In der Freizeit bin ich gerne sport-lich aktiv, ich spiele unter anderem Unihockey. Mein Umfeld beschreibt mich als zielorientiert, konsequent und klar in der Haltung – Eigenschaften, die ich auch in mein politisches Engagement einbringen möchte.
Worauf freuen Sie sich mit Blick auf Ihr neues Amt?
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im Gemeinderat und darauf, die anstehenden Aufgaben im Interesse der Gemeinde anzupacken. Rickenbach weiterzuentwickeln, ohne Bewährtes aus den Augen zu verlieren, sehe ich als spannende Aufgabe.

