Viel mehr als die Spanisch-Brötlibahn
19.02.2026 Seetal, SeonÜber 50 Teilnehmer liessen sich den Streifzug durch die Schweizerische Eisenbahngeschichte nicht entgehen.
(Eing.) Nach der Ankunft in Olten wurden die Besucher durch vier Guides in Empfang genommen und anhand einer Präsentation mit der geschichtlichen Entwicklung der ...
Über 50 Teilnehmer liessen sich den Streifzug durch die Schweizerische Eisenbahngeschichte nicht entgehen.
(Eing.) Nach der Ankunft in Olten wurden die Besucher durch vier Guides in Empfang genommen und anhand einer Präsentation mit der geschichtlichen Entwicklung der Eisenbahntechnik in der Schweiz vertraut gemacht, welche 1847 mit der Eröffnung der Linie von Zürich nach Baden – der bekannten Spanisch-Brötli-Bahn – ihren Anfang nahm.
Und auch wenn die Schweiz diesen Verkehrsbereich lange Zeit ausser Acht liess, wurde nach der Gründung des Schweizerischen Bundesstaates im Jahre 1848 und der Verabschiedung des Eisenbahngesetztes 1852 sowie der späteren Verstaatlichung der ehemaligen Privatbahnen mit der Gründung der SBB im Jahre 1902 eine grosse Dynamik im Bahnbau und -betrieb ausgelöst. Auf diesem Fundament der politischen Entscheidungen entstand in den nächsten Jahrzehnten eines der modernsten, effizientesten und technologisch ausgereiftesten Bahnnetze der Welt mit entsprechendem Bahnbetrieb für den Personen- und Güterverkehr. Die Schweiz setzte als führende, aber rohstoffarme Bahnnation ausserdem schon sehr früh auf die Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes sowie auf den damit verbundenen Ausbau der Wasserkraft.
170 Jahre Eisenbahngeschichte
Die im historischen Bahndepot Olten ausgestellten Lokomotiven und Zugskompositionen decken praktisch die gesamte Geschichte der SBB ab. Von einem kompletten Zug der Spanisch-Brötlibahn mit ihren Wagen für die erste, zweite und dritte Klasse – letztere mit Holzbänken für die Fahrt an der frischen Luft unter freiem Himmel – bis hin zum eleganten und technisch ausgereiften Trans-Europa-Express (TEE) sowie den sich zum Teil noch immer im Einsatz befindlichen dieselangetriebenen Rangier-Lokomotiven erhielten die Besucher des Männerstamms einen ausgezeichneten Überblick. Bei der informativen Besichtigung durften aber auch der legendäre «Rote Pfeil» sowie die unter dem Spitznamen «das Krokodil» bekannte gewaltige Lokomotive, welche bis zu 3640 PS zu leisten vermochte, nicht fehlen. Bis zur Jahrtausendwende wurden der mechanische Teil der meisten Wagen und Lokomotiven für die SBB bei der Schweizerischen Lokomotivund Maschinenfabrik in Winterthur hergestellt, während der elektrische Teil jeweils entweder von der damaligen BBC oder aus der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) stammte. Die im historischen Bahndepot ausgestellten Bahn-Exponate werden regelmässig gewartet und auch für historische Bahnfahrten eingesetzt. Hierfür besteht ein spezielles Kursbuch, welches alle Fahrten mit historischen Zügen ausweist.
Fortsetzung des Jahresprogramms
Nach dem Abschluss der äusserst aufschlussreichen Besichtigung, ging es für den Seener-Männerstamm mit dem kulinarischen Teil des Anlasses weiter. Ganz traditionell informierte der Obmann der Senioren-Vereinigung vor dem Dessert über den nächsten Anlass: Am Dienstag, 10. März, besucht der Seener-Männerstamm die Festung Vitznau. Abfahrt ist um 12.30 Uhr beim Parkplatz des Gemeindehauses in Seon. Anmeldungen nimmt Jürg Sterchi (Telefon 062 775 27 07 oder per Mail: sterchi.juerg@outlook.com) entgegen.

