Die Müheler fühlten sich sehr wohl
05.03.2026 Suhren-/Rueder-/Uerkental, SchlossruedDie 13. Delegiertenversammlung der Landfrauen Bezirk oberes Suhren- und Ruedertal fand in der frühlingshaft geschmückten Turnhalle Schlossrued statt. Bei dieser Gelegenheit durften die Delegierten zahlreiche Mitglieder des Landfrauenvereins Muhen begrüssen, die vom Bezirk ...
Die 13. Delegiertenversammlung der Landfrauen Bezirk oberes Suhren- und Ruedertal fand in der frühlingshaft geschmückten Turnhalle Schlossrued statt. Bei dieser Gelegenheit durften die Delegierten zahlreiche Mitglieder des Landfrauenvereins Muhen begrüssen, die vom Bezirk Aarau in den Bezirk des oberen Suhrentals wechseln möchten, weil sie sich eher dem Ländlichen als dem Städtischen zugehörig fühlen.
Die Turnhalle Schlossrued war Tagungsort der Delegierten der Landfrauenvereinigung oberes Suhrenund Ruedertal. Bei einem lockeren Apéro, selbstverständlich mit Zopf und Speckzopf, fand bereits ein angeregter Austausch statt. Viele Frauen hatten für diesen Anlass ihre Tracht aus dem Kasten geholt, was der geschmückten Turnhalle einen volkstümlichen Touch verlieh. Alphornklänge von Alois Birrer und Adrian Burkard, Duo Alodria, sorgten für die entsprechende Stimmung, als die Präsidentin des Landfrauenvereins Schlossrued, Nathalie Brem, mit dem Ruedertal-Gedicht «Deheim» begrüsste. Selbstverständlich unterliess sie es dabei nicht, den Ostermärt zu erwähnen, der am Samstag, 21. März, stattfinden wird, verbunden mit einer freundlichen Einladung.
Ein eigenes Völklein
Nach der Begrüssung durch die Bezirkspräsidentin, Sandra Siegrist, ergriff Gemeindeammann Martin Goldenberger das Wort und wies auch gleich auf den Talbach hin, der «Ruederchen» heisst, was auch so ausgesprochen wird. «Wer das nicht weiss, kann kein Einheimischer sein», meinte er. Auf gewohnt humorvolle Art stellte er die Eigenheiten des Tales vor, mit Bildern untermalt. Die Nachbarschaft würde sorgfältig gepflegt, Geschichte und Schloss prägten das Dorf. Julie von May war eine vorbildlich starke Frau und liess sich nicht unterjochen. Sie würde ausgezeichnet zu den heutigen Landfrauen passen. Weit herum bekannt, vor allem auch bei Familien, sind die verschiedenen Erlebniswege. Zurück zu den Landfrauen: «Diese sind, neben dem Turnverein und der Feuerwehr, die wichtigste Stütze im Dorf, und immer dort zu haben, wo Frau gebraucht wird.
Zügige Abwicklung
Kaum eine halbe Stunde brauchte die Präsidentin, Sandra Siegrist, für die Abwicklung der Traktandenliste. Fünf Mitglieder sind im Berichtsjahr gestorben, ihnen galt eine Schweigeminute. 328 Mitglieder zählt der Bezirk zur Zeit. Neben der Delegiertenversammlung gehört die AMA mit dem Buureland zu den Frühlingsaktivitäten. Vereinsausflug und Pausenmilch an Schulen sind weitere Highlights. 16\'621 Portionen Milch wurden im Kanton verteilt, im Bezirk waren es 531 Portionen. Kurswesen und Geselligkeit kamen auch nicht zu kurz.
Die Rechnung, vorgestellt von der Kassierin Marlies Duran, weist ein kleines Minus aus. Die Revisorin, Marianne Lüscher, empfahl sie trotzdem zur Annahme. Der Jahresbeitrag bleibt bei 17 Franken.
Schliesslich lud die Bezirkspräsidentin die Delegierten an die nächste DV ein, nach Schmiedrued, am 24. Februar 2027.
Bezirkswechsel und Ehrungen
Der Landfrauenverein Muhen war bisher dem Bezirk Aarau zugeteilt. Weil sich die Frauen jedoch zu weit weg von Aarau fühlten, gaben sie dort ihren Austritt und stellten den Antrag, inskünftig dem oberen Suhrental anzugehören. Sie mussten bei dem Abstimmungsprozedere nicht aus dem Saal, denn sie wurden, ohne Diskussion, mit offenen Armen und grossem Applaus empfangen.
Abschliessend lobte Sandra Siegrist alle Vereinspräsidentinnen, sowie ihre Vorstandskolleginnen und liess allen eine Rose überreichen. Gemäss dem Motto, dass die Geselligkeit immer wieder gepflegt wird, warteten die gedeckten Tische auf die Tagungsteilnehmerinnen, und der Abend ging bei Kaffee und einem feinen Dessert in die Verlängerung.
Frieda Steffen



