Es war wohl eine der rührendsten Geschichten in der SRF-Sendung «Happy Day» am Valentinstag: Nik Hartmann und sein Team überraschten Rösli und Kurt Jufer, die seit sechs Jahren in Gränichen wohnen, und erfüllten Kurts Herzenswunsch.
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Es war wohl eine der rührendsten Geschichten in der SRF-Sendung «Happy Day» am Valentinstag: Nik Hartmann und sein Team überraschten Rösli und Kurt Jufer, die seit sechs Jahren in Gränichen wohnen, und erfüllten Kurts Herzenswunsch.
Der pensionierte Stellwerkmonteur und noch immer leidenschaftliche Eisenbahnfan wünschte sich nichts sehnlicher, als einmal im Leben in einem Gepäcktriebwagen, wie er einst auf der Seetalstrecke verkehrte, mitzufahren. Zu hören, wie es tönt und zu erleben, wie es «schmöckt». Mit Hilfe ihrer Tochter meldete Rösli ihren Kurt bei «Happy Day» an. Und plötzlich tauchte Nik Hartmann auf. Bald darauf durften die beiden 80-Jährigen, die seit 60 Jahren zusammen sind und turteln wie frisch verliebte Teenager, in Wildegg genau in so eine Lokomotive mit Gepäckabteil einsteigen. Das TV-Team hatte tatsächlich den einzigen noch fahrtüchtigen Triebwagen dieses Typs ausfindig gemacht und von Winterthur in den Aargau transferiert.
Einwöchiges Familienfest
Jufers konnten ihr Glück kaum fassen. Doch «Happy Day» setzte noch einen drauf: Als die beiden nach ihrer 2-stündigen Fahrt in den Bahnhof Bad Zurzach einfuhren, warteten hier ihre beiden Töchter mit ihren Familien, die alle in Irland oder Florida leben. Die vereinte Familie konnte schliesslich eine ganze Woche zusammen verbringen.
«Viele freuen sich mit uns»
Seit der Ausstrahlung ist rund ein Monat vergangen und Jufers schwelgen noch immer im Glück. «Was Nik Hartmann und sein Team da möglich gemacht haben, ist unfassbar. Wir sind Gott dankbar, dass er es so gut mit uns meint», stellt Kurt Jufer demütig fest. Es gibt wohl niemanden unter den mehreren Hunderttausend Fernsehzuschauern, die den beiden ihr Glück nicht gönnen würden. «Ja, wir werden seither ab und zu darauf angesprochen. Viele freuen sich mit uns», sagt Rösli Jufer. Und es hätten sich schon einige Bekannte von früher gemeldet, zu denen seit längerem kein Kontakt mehr bestand. «Sie haben uns nach der Ausstrahlung angerufen und inzwischen fanden mit mehreren Familien bereits Treffen statt. Das war schön.» Der «Happy Day» des sympathischen Paares ist also bereits zu einem Happy Month gewachsen – möge er noch lange andauern!
Roland Marti