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16.04.2026 RegionMögen Sie Tiere?
Sind sie eher Katzen- oder Hunde-Fan oder eher keins von beiden? Sind ihnen Tiere mit oder ohne Pelz lieber? Reiten Sie? Haben Sie einen Vogel? Angenommen, sie gehen im Tierkostüm an die Fasnacht: Für welches Tier würden ...
Mögen Sie Tiere?
Sind sie eher Katzen- oder Hunde-Fan oder eher keins von beiden? Sind ihnen Tiere mit oder ohne Pelz lieber? Reiten Sie? Haben Sie einen Vogel? Angenommen, sie gehen im Tierkostüm an die Fasnacht: Für welches Tier würden Sie sich entscheiden? Essen Sie Fleisch, Geflügel und Fisch? Ekeln Sie sich vor Spinnen oder Ungeziefer? Würden Sie sich als «Tierfreund» bezeichnen oder achten Sie vor allem auf die materielle Zweckmässigkeit eines Tieres?
Meine Frau und ich sind Katzenliebhaber. Unsere beiden Stubentiger heissen Miri und Zorro. Sie ist eine herzige Bauernhofkatzendame vom Homberg, er ein behäbiger, sanftmütiger Schmusekater. Ich mag die stille Geschmeidigkeit unserer Katzenbüsis, aber auch ihre wilde Unbezähmbarkeit. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie mit Schlafen und Dösen, dann folgen: Fressen, Sich-Putzen, Wachen, Jagen, Spazieren, Spielen, Gestreichelt-Werden…
Ob Wildtiere, Nutztiere oder unsere geliebten Haus- und Spieltiere: Die Bibel erzählt, dass sie «am gleichen Tag» aus demselben Erdboden erschaffen wurden wie wir Menschen. Gott, der HERR, hat nicht nur uns, sondern auch sie gesegnet: «Und Gott segnete alle seine Geschöpfe und sagte: Seid fruchtbar und vermehrt euch!» (1.Mos 1,22). Wie uns hat ER auch die Tiere zu seinem Lobpreis bestimmt: «Preist den Herrn, alle seine Geschöpfe, preist ihn unten auf der Erde!» (Ps 148, 7)
Die Taube, die Noah nach der Sintflut einen grünen Zweig zur Arche brachte, der Esel, auf dem Jesus als Friedenskönig in die Stadt Jerusalem einzog, die Vögel des Himmels, die von Gott versorgt werden, die Schlange, die Adam und Eva «verführte», Ochs und Esel an der Krippe im Stall von Bethlehem oder der Walfisch, der den Propheten Jona verschluckt und nach drei Tagen wieder ausgespuckt hat: die Bibel weiss viele Geschichten zu erzählen, in denen Tiere eine (heils-)bedeutende Rolle spielen.
Jesus spricht in seinen Predigten von der Harmonie zwischen Menschen und Tieren und zeigt, dass wir sie mit Liebe und Respekt behandeln sollen. Auch sie sind Teil der Schöpfung, die seufzt und sich nach Erlösung sehnt (Röm 8, 19).
Tiere können Lebensretter sein. Sie können zu treuen Begleitern und Freunden werden und Freude, Trost, Unterstützung und Geselligkeit in unser Dasein bringen.
Klar, dass auch sie einen «Platz im Himmel» haben – in unseren Herzen und im unendlich grossen Herzen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!
«Herr, was für Wunder hast du vollbracht! Alles hast du weise geordnet; die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.» (Ps 104, 24)
Pfarrer Heinz Brauchart Gontenschwil-Zetzwil
