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20.08.2026 RegionWasser des Lebens
«Regen bringt Segen», lautet ein Sprichwort. In der Bibel besitzt Wasser eine doppelte Bedeutung: Einerseits wortwörtlich als erfrischendes Getränk in Zeiten der Dürre. Andererseits im übertragenen Sinn als Symbol ...
Wasser des Lebens
«Regen bringt Segen», lautet ein Sprichwort. In der Bibel besitzt Wasser eine doppelte Bedeutung: Einerseits wortwörtlich als erfrischendes Getränk in Zeiten der Dürre. Andererseits im übertragenen Sinn als Symbol für das Lebensspendende, alles Gute, Gott selbst.
Bereits im Alten Testament gibt es mehrere Aussagen dazu: «Denn bei dir (= Gott) ist der Quell des Lebens» (Psalm 36,10). «Mit Freuden werdet ihr Wasser schöpfen aus den Quellen der Rettung» (Jesaja 12,3).
Im Neuen Testament spielt Jesus sogar auf beide Bedeutungen gleichzeitig an: «Jeder, der von diesem (normalen Brunnen-)Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen. Wer aber von dem (göttlichen) Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr durstig sein» (Johannesevangelium 4,13-14a). Damit verspricht er uns, unseren Durst nach Leben zu stillen. Wir alle streben doch danach, von anderen Menschen geliebt, geschätzt und anerkannt zu werden. Jesus stillt diese Sehnsucht, indem er uns bedingungslos liebt, uns trotz unseren Fehlern annimmt und uns unsere Schuld vergibt. Er ermöglicht uns wieder die Beziehung mit Gott Vater. Jesus selbst ist das Wasser des Lebens in Person. Wer an ihn glaubt und ihm vertraut, erhält täglich neue Stärkung für den Alltag.
Jesus erklärt noch weiter: «Das (göttliche) Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden, die unaufhörlich fliesst, bis ins ewige Leben» (Johannesevangelium 4,14b). Dieses neue Leben, das Jesus uns schenkt, beginnt hier auf unserer Welt und wirkt sogar weiter bis nach unserem Tod, bis in die Ewigkeit.
Im letzten Kapitel der Bibel erhascht der Apostel Johannes einen Blick in den Himmel: «Er (= der Engel) zeigte mir (= Johannes) einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes (= Jesus)» (Offenbarung 22,1). Jesus wird hier mit einem «Lamm» verglichen, weil er sich als Unschuldiger für uns hingegeben hat.
Die Bibel endet damit, dass Gott alle Menschen dazu einlädt, seine Liebe und die Vergebung unserer Schuld zu ergreifen: «Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Lebens geben umsonst» (Offenbarung 21,6).
Dies ist die Hauptbotschaft der ganzen Bibel und deswegen wiederholt Gott seine Einladung noch ein zweites Mal: «Wer durstig ist, der soll (zu Gott) kommen. Jedem, der es haben möchte, wird Gott das Wasser des Lebens schenken» (Offenbarung 22,17b). Was hindert Sie daran, diesen Schritt des Glaubens und Vertrauens auf Jesus zuzumachen? Die Arme von Jesus sind weit offen für uns!
Michael Freiburghaus, ref. Pfarrer Leutwil-Dürrenäsch
