990 Jahre – bis heute in bunter Pracht
25.06.2026 Seetal, Beinwil am See1036 tritt Beinwil am See zum ersten Mal urkundlich in Erscheinung. Seither ist das Dorf nicht einfach gewachsen. Zahlreiche Wirtschaftszweige feierten Blütezeiten und verschwanden wieder. Schulen wurden gebaut, ein eigener Bahnhof und Restaurants empfingen Gäste - was ...
1036 tritt Beinwil am See zum ersten Mal urkundlich in Erscheinung. Seither ist das Dorf nicht einfach gewachsen. Zahlreiche Wirtschaftszweige feierten Blütezeiten und verschwanden wieder. Schulen wurden gebaut, ein eigener Bahnhof und Restaurants empfingen Gäste - was könnte also besser passen als «Böju 990xfarbig».
Die meisten Menschen nehmen drei Dinge mit, wenn sie aus dem Haus gehen: Schlüssel, Geldbeutel und Handy. Doch für den Besuch des Jugendfestes erwiesen sich weitere Accessoires als nützlich: Ein Sonnenhut - egal ob Baseballkappe oder die schicke Strohversion. Eine Sonnenbrille für entspannte Augen bei Gross und Klein. Und nicht zu vergessen, die Wasserflasche für unterwegs. Je nach Programmpunkt variierte die Ausstattung ein wenig - aber der Reihe nach.
Gemeindeversammlung
Beim traditionellen Auftakt vor den Feierlichkeiten, der Gemeindeversammlung, standen die Wasserflaschen schon am Zelteingang bereit. 143 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger freuten sich über die Nachricht eines positiven Rechnungsabschlusses. «Das Plus von 1’218’289 Franken ist hauptsächlich den besser ausgefallenen Steuereinnahmen zu verdanken», erklärte Gemeindeammann Martin Grütter. Ebenfalls positiv bewerteten die Anwesenden die Kreditunterschreitung von 77’418.40 Franken für die Sanierung der Plattenstrasse Nord inklusive Werkleitungen. Ein Kandelaber weniger sowie die günstiger ausgefallenen Installationsarbeiten der EWS Energie AG waren hierfür ausschlaggebend.
Beim Kreditantrag von 660’000 Franken handelt es sich um den Betrag für die 2. Etappe der Entlastungsleitung Seehalde. Für die Erneuerung Netzleitstelle Trinkwasserversorgung wurden 750’000 Franken beantragt. Ersetzt werden sollen unter anderem relevante Komponenten wie Schaltschranktechnik, SPS-Steuerungen, Netzwerkgeräte, Notstromanlagen inklusive Batterien, Serverhardware sowie Betriebssysteme. Beide Kredite wurden genehmigt und vielseitiges Nicken gab es auch für den Antrag im Untergeschoss der Alten Turnhalle nicht nur Reparaturen vorzunehmen, sondern für die künftige Nutzbarkeit zu sorgen. Der Souverän stimmte zu, dass Böju der Trägerschaft Impuls Zusammenleben aargauSüd beitritt. Die Gemeindeversammlung schloss ohne Diskussionen. Wer wollte, konnte sich also ganz entspannt den Fussballmatch Schweiz gegen Bosnien anschauen.
Liebevoller Wettergott
Nicht ganz so entspannt prüfte Jacqueline Widmer vom OK die Wettervorhersagen für Freitagabend. «Aber wir hatten aufgrund der Lage zwischen den Schulgebäuden grosses Glück», freute sie sich am Samstag. Und es ging mit goldener Sonne weiter. Schon vor 10 Uhr bevölkerten nicht nur Böjuer die Trottoirs entlang des Umzugweges. Freunde und Verwandte von Muri bis Hitzkirch wollten ebenfalls dabei sein.
Was gab es nicht alles zu sehen. Von Glitzerfischen über einen Gemeinderat in neonfarbenen 70er Outfits bis hin zu Rittern. Die Feuerwehr schenkte dem Publikum unzählige Seifenblasen, während die Seckuropfer mit ihren Töffli für stimmungsvollen Sound sorgten. Für jeden war etwas dabei – so dass viele Zuschauer dem Umzug auch gleich aufs Festgelände folgten.
Kurz umgezogen, dann hiess es zwischen verschiedensten Leckereien wählen. Von Pommes bis Crepes, von Pizza-Bratwurst zu einem Risotto-Verwandten, Glace, Kuchen oder Zuckerwatte gab es alles, was das Herz begehrte. Nicht zu vergessen die kühlen Getränke. Dazu ein Konzert der Musikgesellschaft. Es blieb nicht die letzte Darbietung. Kleine Stars sangen, tanzten und spielten, bevor sie den Luna-Park eroberten. Sie liessen sich Schminken oder erholten sich beim Schmökern am Bibliotheksstand.
Frisch gestärkt machten sich die Human Kickers auf den Spielfeldern bereit. Das Publikum hatte sich rundherum versammelt. «Und los.» Die weichen Bälle flogen, schnell wurde gelacht, applaudiert – die Gesichter strahlten mit der Sonne um die Wette. Die warmen Temperaturen verliehen dem Beisammensein eine zufriedene Gemütlichkeit. Das Jugendfest Böju schillerte bis spät in die Nacht in allen Farben.
Graziella Jämsä

















