«Am liebsten in Zetzbu»
17.09.2026 ZetzwilVergangene Woche hiess die Gemeinde Zetzwil ihre neuen Einwohnerinnen und Einwohner willkommen. Beim Apéro und einem Rundgang durchs Dorf erhielten die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger nicht nur Einblicke in das Gemeindeleben, sondern lernten auch die vielfältige ...
Vergangene Woche hiess die Gemeinde Zetzwil ihre neuen Einwohnerinnen und Einwohner willkommen. Beim Apéro und einem Rundgang durchs Dorf erhielten die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger nicht nur Einblicke in das Gemeindeleben, sondern lernten auch die vielfältige Vereinswelt kennen, die «Zetzbu» mitprägt.
Warum zieht es die Menschen nach Zetzwil? Die Antworten sind so verschieden wie die Bandbreite an Vereinen, die das kleine Dorf zu bieten hat. «Es ist schön ruhig hier», sagt eine Teilnehmerin. Ein anderer Neuzuzüger schätzt die bezahlbaren Mietpreise und den kurzen Arbeitsweg. Und ein Familienvater bringt es besonders charmant auf den Punkt: «Meine Frau wollte schon immer am liebsten nach Zetzbu.»
Beim Willkommensapéro trafen sich die neuen Einwohnerinnen und Einwohner nicht nur mit dem Gemeinderat, sondern lernten auch gleich einen Teil des Dorflebens kennen. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Vereine stellten ihre Aktivitäten vor und zeigten, was im Dorf neben dem ruhigen Wohnen sonst noch geboten wird.
Auch Vizeammann Jürg Neuenschwander kennt die Vorzüge der Gemeinde: «Wir sind gut gelegen, überschaubar und können einen wunderschönen Blick in die Alpen bieten.» Für ihn soll Zetzwil aber nicht nur ein schöner Wohnort sein. Der Vizeammann ist für das Ressort Bildung, Jugend und Schule zuständig. Die Schule sei für ihn nicht nur ein Ort, an dem die Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch ein Ort, an dem Freundschaften geschlossen und Gemeinschaft gelebt werden. Dies wünschte er auch den neuen Einwohnerinnen und Einwohnern: «Dass Sie sich hier wohlfühlen, Kontakte knüpfen und möglichst schnell das Gefühl bekommen, in Zetzwil zu Hause zu sein.»
Der älteste und der jüngste Verein
Gerade das Vereinsleben kann neuen Anwohnerinnen und Anwohnern einen ersten Kontakt im Dorf ermöglichen. Walter Voramwald, Präsident der Schützengesellschaft Zetzwil, berichtete mit Stolz über die lange Geschichte seines Vereins: «Uns gibt es seit dem Jahr 1890.» Damit darf sich die Schützengesellschaft als ältester Verein im Dorf bezeichnen. Die Gelegenheit, gleich etwas Werbung für den Verein zu machen, liess sich Voramwald natürlich nicht entgehen. Am 19. September und 3. Oktober findet das diesjährige Endschiessen statt – die passende Einladung dazu hatte der Vereinspräsident gleich mitgebracht.
Vom ältesten Verein ging es zum jüngsten: Erst vier Jahre alt ist das Improvisationstheater ImproWyna – eiskalt improvisiert. Leiterin Ramona Weiss erklärte das kreative Bühnenschauspiel: «Wir machen alles, was die anderen Vereine machen, einfach auf der Bühne.» So unterschiedlich die beiden Vereine auch sein mögen, tragen beide zum bunten Dorfleben bei und bieten Gelegenheit, Menschen kennenzulernen, Gemeinsames zu erleben und sich zu verbinden.
Quer durchs Dorf
Nach den Einblicken in die Vereinswelt ging es hinaus auf die Strassen von Zetzwil. Gemeinderätin Esther Schütz führte die Gruppe quer durchs Dorf und machte an verschiedenen Gewerbebetrieben Halt. Dabei erklärte sie Wissenswertes über die Betriebe und erzählte mehr über das Dorf.
Esther Schütz gehört seit Anfang Jahr dem Gemeinderat an und ist unter anderem für die Ressorts Kultur, Abfallentsorgung, Freiwilligenarbeit, Friedhof- und Bestattungswesen sowie Gewerbe zuständig.
Auf dem Weg wurde rasch klar, wie die Dorfkultur funktioniert: Wer von den Vereinsmitgliedern noch eine passende Anekdote zum jeweiligen Ort wusste, ergänzte die Ausführungen. So entpuppte sich der Rundgang als geselliger Spaziergang durch die Quartierstrassen.
Ein herzliches Willkommen
Ziel des Rundgangs war die Wuhrhütte. Dort warteten bereits weitere Helferinnen und Helfer mit einem Apéro auf die Gruppe. Bei Häppli und Gesprächen liessen die neuen Einwohnerinnen und Einwohner den Abend gemütlich ausklingen.
Zum Abschluss erhielten die Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger verschiedene Willkommensgeschenke: darunter Getreide, eine Kleinigkeit aus der Stiftung Schürmatt sowie ein Buch über das Dorf Zetzwil.
Was macht Zetzwil zum neuen Zuhause? Für die einen ist es die Ruhe, für andere die bezahlbaren Mieten oder der kurze Arbeitsweg. Beim Neuzuzügeranlass zeigte sich, wie unterschiedlich die Wege nach «Zetzbu» sein können. Das gemütliche Beisammensein machte jedoch deutlich: Der warme Empfang ist vielleicht der erste Schritt, dass aus einem neuen Wohnort ein Zuhause wird.
Janine Flückiger



