Vergangene Woche gingen die Europameisterschaften im Kunstturnen der Männer über die Bühne. Wichtiger Bestandteil des Teams war Florian Langenegger aus Uerkheim.
Vor einem Jahr holten sich die Schweizer Kunstturner bereits eine Silbermedaille im ...
Vergangene Woche gingen die Europameisterschaften im Kunstturnen der Männer über die Bühne. Wichtiger Bestandteil des Teams war Florian Langenegger aus Uerkheim.
Vor einem Jahr holten sich die Schweizer Kunstturner bereits eine Silbermedaille im Teamwettkampf an der EM. In diesem Jahr bestätigten die Athleten diese Leistung mit dem Erreichen einer Bronzemedaille. An beiden Erfolgen war der für den STV Schlossrued turnende Florian Langenegger beteiligt. Mit seinen souveränen Auftritten holte er wichtige Punkte für die Teamwertung.
Bereits im Qualifikationswettkampf zeigten die Schweizer Turner, dass mit ihnen zu rechnen ist. Mit Rang 2 erreichte das Team, welches aus Noe Seifert, Florian Langenegger, Matteo Giubellini, Mattia Piffaretti und Dominic Tamsel bestand, deutlich den Final, welcher am Sonntag über die Bühne ging. Gleichzeitig bedeutete das Erreichen dieses Resultats, dass die Mannschaft an den Weltmeisterschaften im Oktober in Rotterdam teilnehmen kann.
Von der Gesamtpunktzahl von 242.094 Punkten steuerte Florian Langenegger 68.431 Punkte bei. Das bedeutet, dass er mehr als einen Viertel der Punkte lieferte und damit massgeblich an der Bronzemedaille beteiligt war. Der Uerkheimer trat an allen Geräten ausser den Ringen für die Schweiz auf die Matte und wurde mehrfach als erster Turner eingesetzt. Dies, weil er als sehr stabiler Turner gilt, der selten grosse Fehler macht.
So auch am letzten Gerät, dem Reck. Der Aargauer ging nicht auf volles Risiko, sondern setzte bewusst auf Sicherheit und erturnte wichtige 13.266 Punkte. Obwohl die Schweizer mit 2.3 Punkten Vorsprung auf Italien an das letzte Gerät gingen, so sind beim Reck dank den Flugelementen Fehler schnell passiert. Doch auch Dominic Tamsel und Noe Seifert hielten dem Druck stand. Nach rund drei Stunden Wettkampf hatten die Schweizer Turner die Bronzemedaille im Sack und konnten ihrer Freude freien Lauf lassen.
«Wir sind eine kleine Familie»
«Zweimal in Folge eine EM-Medaille zu gewinnen, ist alles andere als selbstverständlich. Ich bin unglaublich stolz auf dieses Team. Dieser Erfolg zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind», meinte David Huser, Leiter der Olympischen Mission. Im Interview mit SRF sagte Florian Langenegger: «Es war ein anstrengender Wettkampf.» Gleichzeitig freute er sich sichtbar und meinte: «Die Emotionen sind gerade sehr hoch.»
«Es ist cool, eine Stütze für das Team zu sein», sagte er zu seiner wichtigen Rolle als Startturner. Für ihn sei es unglaublich schön, erneut eine Teammedaille zu gewinnen. «Wir sind eine kleine Familie. Wir trainieren miteinander und einige wohnen gar zusammen, das ist einfach unglaublich.»
Eine grosse Pause gibt es für die Turner nicht, denn die Weltmeisterschaften finden vom 17. bis 25. Oktober statt. Florian Langenegger wird auch dann Teil des Schweizer Teams sein, weshalb es gleich in die Vorbereitung für diesen Wettkampf geht.
Melanie Köchli