Bei strahlend schönem Wetter reisten die fröhlich gestimmten Turnerinnen Ende Mai nach Bern. Wo sie das legendäre Matte-Quartier mit all seinen Facetten kennenlernen durften.
(Eing.) Die Berner Altstadt gehört seit 1983 zum Unesco-Welterbe. ...
Bei strahlend schönem Wetter reisten die fröhlich gestimmten Turnerinnen Ende Mai nach Bern. Wo sie das legendäre Matte-Quartier mit all seinen Facetten kennenlernen durften.
(Eing.) Die Berner Altstadt gehört seit 1983 zum Unesco-Welterbe. Bemerkenswert ist, dass ihr mittelalterlicher Grundriss über mehr als 800 Jahre weitgehend erhalten geblieben ist.
Nachdem sich die Gruppe in luftigem Ambiente bei einem Kaffee eine Übersicht über die Stadt und Berge verschaffte, fuhr sie weiter ins Mattenquartier. Dort wurde sie von der Stadtführerin mit einer besonderen Überraschung erwartet. Eine Frau, die als Flösserin verkleidet war, erzählte am Ländtetor von alten Zeiten. Sie war vollgepackt mit Wissenswertem und Interessantem, Witzigem und Erstaunlichem sowie Historischem. Die Turnerinnen amüsierten sich köstlich über die humorvollen Darbietungen. Was Bern von vielen anderen Städten unterscheidet: Die Aare ist nie nur Kulisse gewesen. Sie war Verkehrsweg, Energiequelle, Waschplatz, Badeort und Treffpunkt zugleich.
Die Schokolade
Wohl wissen nur die wenigsten, dass der Ursprung der Lindt Schokoladenproduktion in der Stadt Bern zu finden ist. Diese produzierte erst nur harte, bittere Schokolade.
Der Berner Chocolatier Rodolphe Lindt erfand 1879 durch eine glückliche Fügung das Conchieren und revolutionierte damit die Schokoladenwelt. Lindt soll seine Rührmaschine an einem Freitagabend versehentlich angelassen haben. Als er das Atelier nach dem Wochenende wieder betrat, fand er keine trockene Masse mehr vor, sondern eine seidig-glatte, zartschmelzende Schokolade mit vollem Aroma.
Geheimsprache
Der Crashkurs in Matte-Änglisch als Geheimsprache war spannend. Die Handwerker und Flussleute benutzten sie und sie diente der Unterschicht früher dazu, sich vor der Obrigkeit und den Bewohnern der Berner Oberstadt abzugrenzen. Nach dieser sprachlichen Herausforderung durfte sich die Reisegruppe im Restaurant Schwellenmätteli, an der türkisfarbenen Aare gelegen, mit einem Mittagessen stärken.
Anschliessend genossen die Teilnehmenden von der Bundesterrasse aus die Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau und später die Sicht auf die Berner Altstadt vom Rosengarten aus.
Ein informativer und erlebnisreicher Tag ging mit der Heimreise zu Ende.