Das Asana Spital Menziken und sein Umgang mit den Lernenden bei der Schliessung
03.09.2026 LeserbeitragEnde Juni 2026 informierte bekanntlich die Asana Spital Menziken AG über die beschlossene Massenentlassung. In den Medienberichterstattungen dazu ist selbstlobend erwähnt, dass man für alle Lernenden eine nahtlose Anschlusslösung gefunden habe. Durch die bereits bestehende ...
Ende Juni 2026 informierte bekanntlich die Asana Spital Menziken AG über die beschlossene Massenentlassung. In den Medienberichterstattungen dazu ist selbstlobend erwähnt, dass man für alle Lernenden eine nahtlose Anschlusslösung gefunden habe. Durch die bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem Luzerner Kantonsspital (LUKS) konnte eine Vereinbarung getroffen werden, dass sämtliche Lehrlinge beim LUKS einen weiterführenden Ausbildungsplatz erhalten würden, sofern gewünscht.
An einer nachfolgenden Informationsveranstaltung mit den Erziehungsberechtigten der Verwaltungs-Lernenden, an dem die zuständigen Vertretungen des Asana Spital Menziken und des LUKS zugegen waren, wurde betont, wie unkompliziert diese Anschlusslösung vollzogen werden könne, dass man sogar zwischen dem LUKS in Luzern oder Sursee wählen dürfe, die Gewerbeschule weiterhin in Aarau besucht werden könne und dass auch sämtliche bis dahin absolvierten überbetrieblichen Kurse (üK’s) angerechnet würden.
Eine Lösung, die angesichts der sehr unerfreulichen und schockierenden Schliessung des Spitals Menziken wirklich als überlegt und fair angesehen werden durfte.
Leider war keine 10 Tage später plötzlich alles wieder anders: Das geografisch näher gelegene LUKS-Spital Sursee könne nun doch keine Lernenden übernehmen, keinen Einzigen. Die Gewerbeschule könne nun doch nicht in Aarau, sondern müsse in Luzern weitergeführt werden, und die üK’s können auch nicht übernommen werden. Nach konkreter Nachfrage am LUKS-Hauptsitz in Luzern musste man zur Kenntnis nehmen, dass man an einer Übernahme der Menziken-Lehrlinge auch im Zentrumsspital Luzern gar nicht so sehr interessiert sei.
Der akzeptable und gangbare Weg mit dem LUKS war also plötzlich keiner mehr. Und das Mitte Juli, in der Ferienzeit, wenige Tage vor dem neuen Schul- und Ausbildungsjahr.
Mittlerweile haben unsere Tochter – und auch die anderen KV-Lernenden – glücklicherweise eine Anschlusslösung in der gleichen Branche gefunden. In einem Spital oder einer Institution, die den Betroffenen helfend unter die Arme gegriffen und kurzfristig zusätzliche Ausbildungsplätze möglich gemacht haben. Genau das, was das Spital Menziken und das LUKS versprochen, aber nicht eingehalten haben.
Der eigentliche Stein des Anstosses ist, dass man die jüngsten Mitarbeitenden mit Falschinformationen bediente, die entweder dilettantisch oder gar nicht abgeklärt wurden. Der Verdacht liegt nahe, dass man mit einer wohlwollenden Medienmitteilung die Bevölkerung wenigstens diesbezüglich einigermassen positiv stimmen wollte.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Markus Stadelmann, Beinwil am See
