Die Abteilung für Militär und Bevölkerungsschutz des Kantons Aargaus hat am Mittwochabend das Regionale Führungsorgan Aargau Süd beübt. Die Mitglieder des RFO mussten ein realitätsnahes Szenario bearbeiten und haben die Übung mit Bravour ...
Die Abteilung für Militär und Bevölkerungsschutz des Kantons Aargaus hat am Mittwochabend das Regionale Führungsorgan Aargau Süd beübt. Die Mitglieder des RFO mussten ein realitätsnahes Szenario bearbeiten und haben die Übung mit Bravour gemeistert.
(Eing.) Explosionen, Brände, Tote und Verletzte, Evakuationen, Strassensperrungen, Stromausfälle: Es ging um ein grosses Unglück bei der Übung Inferno, welche von der Sektion Katastrophenvorsorge organisiert wurde. An der Übung beteiligt waren auch drei zuständige Gemeinderäte aus Reinach, Gontenschwil und Teufenthal sowie Zivilschützer aus dem Bereich Führungsunterstützung.
«Ich bin tief beeindruckt», sagte Niklaus Boss im Anschluss an die Übung. Er ist Präsident des Bevölkerungsschutzverbandes Aargau Süd und Gemeindeammann von Teufenthal. Noch steht die schriftliche Beurteilung durch den Kanton zwar aus, aber in der mündlichen Besprechung erklärte der Sektionsleiter Katastrophenvorsorge André Vossebein, das RFO Aargau Süd habe die Übung mehr als erfüllt. Bei sechs von sieben Zielen gebe es die «Bestnote».
Vom Alarm bis zum Entscheid
Das Regionale Führungsorgan musste verschiedene Massnahmen im Bereich Aufräumarbeiten oder Bevölkerungsinformation erarbeiten. Die Lösungsvarianten wurden anschliessend den Gemeinderäten präsentiert, die – wie im Ernstfall auch – darüber entscheiden mussten. Auch die Alarmierung des freiwillig organisierten regionalen Krisenstabs war Bestandteil der Übung – und auch dies hat funktioniert.
Im Falle einer grösseren oder länger andauernden Krise ist die Region Wynen- und Seetal mit ihrem regionalen Führungsorgan also gut aufgestellt. Fazit von RFO-Chef Patrick Sauzet: «Ich bin sehr zufrieden und hoffe trotzdem, dass wir so einen Fall nie erleben.»