Bei 45 Mitgliedern der Vereinigung Seener-Männerstamm war der August-Anlass vorgemerkt: Gemäss Programm war am Morgen ein Besuch mit Führung in der Klosterkirche Rheinau und später eine Fahrt auf dem Rhein bis nach Eglisau vorgesehen. Aufgrund der sehr prekären ...
Bei 45 Mitgliedern der Vereinigung Seener-Männerstamm war der August-Anlass vorgemerkt: Gemäss Programm war am Morgen ein Besuch mit Führung in der Klosterkirche Rheinau und später eine Fahrt auf dem Rhein bis nach Eglisau vorgesehen. Aufgrund der sehr prekären Wasserverhältnisse war klar, dass dies nicht möglich sein würde – doch der Reihe nach.
(Eing.) Frühmorgens verliess der Reisebus mit dem Seener-Männerstamm an Bord Seon und visierte das Städtchen Kaiserstuhl am Rhein an. Im Garten und im Schatten der Bäume war im Restaurant «Kreuz» der obligate Kafihalt eingeplant. Anschliessend nahm die Reisegesellschaft Kurs auf die Insel Rheinau.
Pünktlich um 10 Uhr wurden die Teilnehmer vor der Klosterkirche von zwei Mitarbeiterinnen der katholischen Kirchenverwaltung auf dem imposanten Kirchenplatz mit riesigen, über 150-jährigen Mammutbäumen für eine Führung abgeholt. Während diesen erfuhren die Männerstämmler viel Wissenswertes. Das kulturhistorische Juwel, die Klosterkirche, wird von der katholischen Kirchgemeinde Rheinau genutzt. Benediktinermönche waren auf der Rheinau frühestens ab 837 anzutreffen. Die Blütezeit erlebte das Kloster von 900 bis Ende des 15. Jahrhunderts. Nach der Reformation wurde es wieder hergestellt und erlebte im 18. Jahrhundert eine Renaissance. Die heutige Klosterkirche ist ein Prunkstück des Barocks und wurde im 17. und 18. Jahrhundert erstellt. Die Kirche erhielt zwei Orgelinstrumente, die unter Liebhabern als Juwel gelten.
Trotz wenig Wasser
Nach dem Mittagessen auf der Insel Rheinau, wartete an der Schiffsanlegestelle ein Schiff der Schifffahrtsgesellschaft Mändli für eine Fahrt flussaufwärts. Erstes Highlight auf dem Weg an den Rheinfall in Schaffhausen war dabei das Kraftwerk Rheinau, bei welchem die Reisegesellschaft aussteigen musste, um das Kraftwerk trockenen Fusses zu umgehen. Das Schiff wurde dann über eine Schiene mit einer Drahtseilwinde auf die andre Seite des Kraftwerks gezogen, alles automatisch. Danach ging es ohne Unterbruch und mit Anekdoten und Erläuterungen des Schiffsführers weiter zum grössten Wasserfall Europas. Nach dem Ausstieg unterhalb des Schlosses Laufen und dem folgenden Aufstieg zum Parkplatz waren die Teilnehmer froh und erleichtert, den Reisebus besteigen zu können.
Vorschau: Am Dienstag, 15.9., besucht der Männerstamm das Textilmuseum Sorntal in Niederbüren. Anmeldungen sind an den Kassier Jürg Sterchi zu richten ( Mail: sterchi.juerg@outlook.com, Telefon 062 775 27 07).