Die Sachbeschädigungen beim Menzo Schulhaus in Menziken sorgten für Schlagzeilen. Gesamtschulleiter Joachim Redondo der Kreisschule aargauSüd verurteilt die Taten klar, betont aber auch, dass es sich um einzelne Personen handelt.
Wenn an einer Schule ...
Die Sachbeschädigungen beim Menzo Schulhaus in Menziken sorgten für Schlagzeilen. Gesamtschulleiter Joachim Redondo der Kreisschule aargauSüd verurteilt die Taten klar, betont aber auch, dass es sich um einzelne Personen handelt.
Wenn an einer Schule mutwillig Lehrmaterial und Mobiliar zerstört wird, dann ist dies klar ein Fall von Vandalismus. Vergangene Woche geschah genau dies im Menzo Schulhaus in Menziken. Inzwischen ist alles wieder aufgeräumt. «Gemeinsam mit der Gemeinde haben die Hauswartungen für Ordnung gesorgt. Es war ein zusätzlicher Aufwand für sie, so kurz vor den Sommerferien und denen gebührt ein grosses Dankeschön», erklärt Gesamtschulleiter Joachim Redondo auf Anfrage. «Es ist wichtig, dass dieser Fall öffentlich gemacht wurde», führt er weiter aus. Man habe bereits am 1. Juli in einem Schreiben die Eltern informiert. Er und die gesamte Kreisschule setzen in diesem Fall auf eine transparente Kommunikation. Redondo findet klare Worte an die Täterinnen oder Täter: «Es ist inakzeptabel.» Bei der Kantonspolizei wurde Anzeige erstattet und die Ermittlungen wurden aufgenommen.
Die Eltern ins Boot holen
Jugendliche testen gerne Grenzen aus, «doch hier wurde die Grenze klar überschritten», betont Redondo. Es sei schade, dass wegen wenigen Personen, die mutwillig Sachen zerstört haben, die gesamte Schule und ihr Umfeld in ein schlechtes Licht gerückt werde. «Es leiden vor allem die guten Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerschaft.» Die Schuld und Verantwortung sei jedoch klar bei den Täterinnen oder Tätern zu suchen, führt Redondo aus.
«Die Kreisschule aargauSüd klärt aktuell ab, was wir gegen Vandalismus unternehmen können», erläutert Redondo weiter. Es seien im Herbst beispielsweise Elternbildungsabende geplant. «Wir möchten dabei den Fokus auf positive Erziehungsmethoden setzen.» Diese Abende seien bereits vor dem Vorfall in Planung gewesen, aber durch den Vandalismus an der Schule wurde die Wichtigkeit solcher Abende nochmals hervorgehoben. «Wir müssen die Eltern vermehrt ins Boot holen.»
«Die Schule soll ein guter Ort zum Lernen sein. Es sind nur wenige, die Unruhe stiften», betont Redondo. Daher wünscht er sich, dass man nicht alle verurteile, sondern die Schuld bei denen verortet, die es verdient haben: den Vandalen.
Melanie Köchli