Die Vielfalt an Instrumenten ist gross
18.06.2026 Suhren-/Rueder-/Uerkental, SchöftlandIm familiären Rahmen fand ein weiterer Anlass in der Reihe der Jubiläumsaktivitäten der Musikschule Schöftland in der Aula der Bezirksschule statt. Zusammen mit dem Kammerorchester Schöftland musizierten drei Solistinnen und zwei Solisten und bewiesen, dass sich ...
Im familiären Rahmen fand ein weiterer Anlass in der Reihe der Jubiläumsaktivitäten der Musikschule Schöftland in der Aula der Bezirksschule statt. Zusammen mit dem Kammerorchester Schöftland musizierten drei Solistinnen und zwei Solisten und bewiesen, dass sich die Gründung dieser Musikschule gelohnt hat. Diese wurde sozusagen zum «Talentschuppen».
Wunderbarer Blumenschmuck – eines Jubiläums absolut würdig – zierte die Aula der Bezirksschule Schöftland am vergangenen Mittwochabend. Geboten wurde eine Serenade mit dem Kammerorchester Schöftland und fünf Solistinnen und Solisten der jubilierenden Musikschule Schöftland. Das Konzert stand unter der Leitung von Peter Klaus. Insgesamt zehn Anlässe stehen im Zusammenhang mit diesem Jubiläum, drei sind nun bereits vorbei, sieben weitere folgen bis am 25./26. Juni 2027, wenn das Jahr mit dem Jugendfest abgeschlossen wird.
Peter Klaus kann sich erinnern, wie alles begann, nachdem Barbara Lüthi und Willi Müller erfolgreich die Initiative zur Gründung einer Musikschule ergriffen hatten. Willi Müller war in der Schulpflege und stiess beim damaligen Gemeindeammann Franz Baumann auf offene Ohren. Barbara Lüthi half tatkräftig mit, sie ist heute noch wertvolles, höchst aktives Mitglied im Kammerorchester, und Willi Müller wurde Präsident der Musikschulkommission. Das einstige Dr. Schwyter-Haus, vis-à-vis vom «Ochsen» dient heute noch als Domizil.
Als Zeichen der Jugendförderung bietet das Kammerorchester Schülerinnen und Schülern der Musikschule immer wieder eine Auftrittsplattform an. Dazu braucht es in erster Linie Fleiss, ein bisschen Talent und sehr viel Mut. Der Dank von Peter Klaus richtete sich nicht nur an den mutigen musikalischen Nachwuchs und an «sein» Orchester, sondern vor allem auch an die Musiklehrpersonen, die ihre Schützlinge für solche Auftritte sorgfältig vorbereiten sowie an das Publikum mit der Bitte, ganz fest die Daumen zu drücken.
Anspruchsvolle Stücke
Das Orchester begann mit «Andante Festivo für Streicher» von Jean Sibelius. Mit dem Concerto in d-Moll, 1. Satz, für Oboe und Streicher, von Alessandro Marcello, betrat das Orchester anschliessend bereits Neuland, denn «es ist das erste Mal überhaupt, dass das Orchester eine Oboistin begleiten darf», so Peter Klaus. Ronja Aeschbach (Lehrperson: Cornelia Bots) spielte dieses Instrument hervorragend. Mit «Miniature Nr. 5 für Streicher» von César Frank verschaffte das Orchester den jugendlichen Interpreten und dem Publikum eine Verschnaufpause, bis sich Anina Richard (Lehrperson: Helene Bruhin) mit ihrer Violine vors Publikum stellte und die «Sarabande für Violine und Streicher» von Giuseppe Tartini mit einer erfrischenden Selbstverständlichkeit spielte.
Nach der Polka aus dem Notenbuch der Jägermusik Herznach für Streicher aus dem Fundus von Hanny Christen hätte es eigentlich mit dem «Czardas» von Andrea Holzer-Rhomberg weiter gehen sollen. Die Solistin Naira Aliaga liegt jedoch nach einem bösen Unfall schwer verletzt im Spital. Der Wunsch nach guter und schneller Besserung wird sie erreichen.
Saxofone und Gitarre
Aber es ging im «volkstümlichen Stil der Fahrenden» weiter, so Peter Klaus. Flurin Hauri spielte auf seinem Sopransaxofon «Divertissement Tzigane für Saxofon und Streicher» von Félix Antonini. Dies dürfte die bekannteste Komposition von Antonini sein, und Flurin Hauri (Lehrperson: Vera Wahl) spielte sie tadellos, auf vielseitigen Wunsch wiederholte er die Schlussakkorde als Zugabe. Nach dem «Schottisch», ebenfalls aus dem Notenbuch der Jägermusik Herznach, erfolgte der Auftritt Nils Kasper (Lehrperson: Vera Wahl) mit Swing und Rock und seinem Altsaxofon. Er spielte «Hello Pepe» für Saxofon und Streicher von Daniel Hellbach. Gleich danach folgte, ebenfalls von Hellbach, gespielt von Kasper, «Hard Line für Saxofon und Streicher». Nach «3 Miniaturen für Streicher» von César Franck, durfte das Publikum ein weiteres Highlight geniessen. Antonio Vivaldi schrieb das «Concerto für Gitarre und Streicher». Lena Ernst (Lehrperson: Teodora Zait) spielte auf ihrer Gitarre die beiden Sätze «Largo und Allegro». Zusammen mit den schallgedämpften Violinen wurde das sanfte Stück zu einem besonderen Genuss. Mit «Trois pièces provencales pour cordes» von Nicolas Saboly ging der höchst unterhaltsame Abend – nach einem gemütlichen Apéro – zu Ende.
Frieda Steffen




